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Dieses Thema hat 58 Antworten
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 Zwischenspiel-Archiv
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Kaldrim Offline




Beiträge: 537

02.07.2014 17:17
#31 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Reicht es dir wenn ich es morgen dir am Boronsanger erzähle? Es soll da sehr schön sein...

Yamira Online




Beiträge: 1.216

02.07.2014 17:24
#32 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Yamira schweigt blitzartig betroffen.... nach einem kurzem Moment sagt sie leise "Verzeiht mir, aber es hatte sich für mich nicht so angehört, als ob wir die beiden auf einem Boronsanger besuchen würden. Von einer Frau war bisher auch nie die Rede. Ich dachte eher es ginge um einen ungünstigen Ausgang eines Duells oder sowas in der Art. Entschuldigt, Kaldrim, es tut mir wirklich leid um Euren Verlust." Danach fällt Yamira in tiefes Schweigen

Kaldrim Offline




Beiträge: 537

06.07.2014 14:41
#33 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

*Leuchtend weiß sticht die Marmorplatte des Grabes aus der Masse heraus. Als einzige Verzierung ist eine Rose aus Moosachat und Jaspis eingelegt. Zu beiden Seiten der Blüte steht Jolina Capulet und Romano Montague eingemeißelt.

Kaldrim steht zwischen Yamira und Serkia vor dem Grab und schweigt lange bevor er sich mit geröteten Augen zu den Damen umdreht*



Lange, meine Blumen, habe ich mit der Mutter Travia und der schönen Rahja gehadert. Selbst heute wird mir das Herz so schwer wenn ich diesen Wahnwitz von Hasse bedenke der die liebe der beiden mit dem Tot bestrafte.

Die Montagues und Capulets sind beides einflussreiche Familien hier im Horasreich…leider heißt nicht das mit Stande und Bildung die Vernunft einher geht. Ich weiß nicht wo der Streit begann, aber der unnötige Tod der beiden hat ihn zumindest befriedet. Es geschah auf einem Maskenball, ein rauschendes Fest im Frühjahr, auf dem sich Romano in eine unbekannte Schönheit verliebte obwohl er eigentlich Rosalinde Civitella, wahrlich eine bescheidene Schönheit, versprochen ward. Er war die ganze Nacht verschwunden, Mercutio und ich…

*Kaldrim blickt traurig nach links. Yamira entdeckt ein Grab mit der Aufschrift Mercutio di Fidanzato*

Mercutio und ich fanden ihn am frühen Morgen, trunken von Liebe und süßem Wein. Wahrlich wir freuten uns so für ihn. Bis eines Tages wir drei herausfanden wer sie war und wer mit ihr ein her geht. Ihr Neffe Tybald Kaldrim zeigt auf ein Grab etwas weiter entfernt , ahnte was los war und belauerte uns all zu oft. Wir legten Finten und übten uns in Täuschung nur das unser Freund zu seiner Blume konnte. Nach kurzer zeit wollte er den Bund mit ihr eingehen. Ganz heimlich, keiner der Familien würde es gut heißen, arrangierten wir etwas mit einem alten, dem Wein verfallenen Traviapriester. Perborat fertigte einen Ring, geziert von einer schwarzen, maraskaner Perle. Doch Tybald dieser verblendete Kerl, lauerte uns mit Freunden in einer Gasse. Kurz blitze ein Dolch auf und Mercutio, der sich vor Romano geschoben hatte sank langsam auf die Knie. Ein dünner roter Faden lief über seine Beinkleider…wir zogen unsere Waffen. Wie wild vor Zorn erschlug Romano in dieser verwünschten Gasse Tybald…Jolinas geliebten Neffen. Und so nahm das tragische Schicksal seinen Lauf.

*Neue Tränen rinnen über Kaldrims Gesicht*

Romano musste fliehen, schnell weg aus der Stadt. Jolina, dagegen schweren Herzens voller Trauer um Tybalt und Herzensschmerz weil sie Romano vermisste, ersann einen Plan. Mit einem Schlaftrunk wollte sie ihren Eltern den Tod vortäuschen. Sie sollten sie in der Familiengruft begraben, aus der sie Romano dann befreien sollte…Leider erfuhr Romano nichts von Ihrem Plan, da der Bote ihn nicht rechtzeitig erreichte, sondern nur von ihrem „Tod“. Wahnsinnig vor Schmerz trank er neben ihrer aufgebarten „Leiche“ Gift. Und in seinen letzten Sekunden sah er, wie sich ihre Augenlieder bewegten. Und Jolina ihrerseits nun wahnsinnig vor Schmerz stürzte sich in sein Schwert.

Kaldrim blickt lange auf seine Klinge und kann nur schwer seine Haltung wahren.


Und das ist sie, die traurige Geschichte von zwei liebenden die durch Hass und Zorn in den Tod getrieben wurden. Beide Familien waren geschockt...doch sie begannen wieder zu reden…und ein Zwerg zog voll Trauer gen Osten. Ich frage mich sehr oft, ob dieses harte Los nötig war um euch zu treffen…


Kaldrim blickt gehen Himmel und heiße Tränen rinnen in seinen Bart

Yamira Online




Beiträge: 1.216

06.07.2014 15:07
#34 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Yamira schluckt. Auch ihre Augen füllen sich mit Tränen, auch wenn sie nicht so recht weiß, was für sie schlimmer ist. Die Geschichte der unglücklich Verliebten oder die Trauer Kaldrims. Sie legt den Arm um Kaldrims Nacken und zieht ihn an ihre Brust. Schluchzend zucken die Schultern des kleinen Zwerges während seine Tränen Yamiras Bluse befeuchten. Serkia steht ganz still ebenfalls tränenüberströmt neben den beiden und starrt schweigend auf die Gräber. Als unsere Blicke sich treffen, sehe ich fast so etwas wie einen Entschluss in ihren Augen. Die Verbindung, die das Schicksal Kaldrim und mir gönnt, wird nie dieselbe sein, wie sie sie mit Kaldrim haben wird. Ich nicke ihr wissend zu und tröstend streichel ich dem kleinen Häufchen Elend vor mir über den Kopf und warte bis der Tränenfluß versiegt, ehe ich ihn gehen lasse.

"Lasst uns zurückgehen, ich habe genug gehört."

Auf dem Weg zurück sage ich zu Kaldrim "Hör zu mein Freund, das Los mag schwer gewesen sein, doch auch ich verlor meine Liebe um kurze Zeit später auf euch zu treffen. Vielleicht war es tatsächlich nötig, denn wie sagt Ardo immer 'die Wege der Götter sind unergründlich' Wäre dies alles nicht passiert, so würdest du noch immer hier in Ruhe und Frieden leben und wir wären uns in der Tat nie begegnet. Doch dann wärst du auch niemals der Auserwählte der Götter, der noch größeres zu leisten hat. Ich habe diese Aufgabe auch nie gewollt, doch es ist nunmal so. Du wirst deinem Schicksal nicht entfliehen können. Es wird immer Opfer geben auch wenn sie uns oft schmerzen werden. Was ich allerdings nicht verstehe, weshalb du sein Schwert, in das, wenn ich es richtig verstanden habe auch sie noch stürzte, immernoch bei dir trägst. So wirst du niemals damit abschließen, mein Freund. Ich habe meine Waffen, die ich von ihm hatte, dem Tempel geopfert. Eine wahrhaft große Opfergabe in meinen Augen. Vergessen werden wir unsere Lieben sowieso nicht, da wir sie in unseren Herzen tragen. Doch den Schmerz allgegenwärtig mit sich herumzutragen wird es niemals besser werden lassen."

Serkia spricht auf dem Rückweg kein Wort und scheint in sich gekehrt

Kaldrim Offline




Beiträge: 537

06.07.2014 16:27
#35 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Nun Yamria, ich gebe euch recht. Wahrlich jeden Tag erinnert mich diese Klinge an die Geschehnisse, und doch war sie mir in den letzten beiden Jahren ein treuer Begleiter auf unseren gefährlichen Wegen. Diese Klinge war es die dem verfluchten Jandrim stoppte, Skelette und wandelnde Tote bezwang. Sie vergoss das Blut eines Schlingers und fuhr in die Leiber der Vampire Weidens *Serkia wird etwas blass

Wobei mir ein schicker Rapier durch aus gut zu Gesicht stünde…oder gar eines dieser wunderbaren Wolfsmesser der Elfen… Trés Chic! Das würde auch sehr schön zu meiner Elfischen Lederrüstung passen… ohh Boron wäre es schön wenn dieser niederträchtige Kurvin in den verdammten Niederhöllen dies hören könnte.

Yamira Online




Beiträge: 1.216

06.07.2014 16:38
#36 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

"Pscht Kaldrim, erschreckt Serkia nicht so. Es gibt Dinge die muss sie nicht wissen. Doch denke ich eben, dass auch ein anderes Schwert dir gute Dienste leisten würde, als die Vergangenheit schmerzlich an seiner Seite zu wissen. Ich weiß wie es dir ergeht, ich spreche aus Erfahrung. Als ich die Waffen zurückließ, ließ ich auch ein Teil meiner Geschichte irgendwie los, verstehst du?"

Serkia sieht wieder aus, als würde sie zwischen zwei Menschen stehen, die viel mehr verbindet als irgendeine Liebelei und verschränkt die Arme, doch gibt sie sich tapfer und schweigt.

Als ich sie einen Augenblick abpassen kann unter vier Augen zu sprechen, frage ich sie "Was ist los Serkia? Seit dem Boronsanger sprichst du nur wenig. Hast du einen Entschluss gefasst?"
Sie erzählt mir, wie sie sich irgendwie als Aussenseiterin fühlt, weil sie von all diesen Dingen nichts weiß und ihr auch keiner was erzählt. Sie wird in den Praiostempel gehen und Kaldrim schmerzhaft zurücklassen. Doch den Abend will sie noch mit ihm verbringen, damit sie sich gebührlich verabschieden kann.

Ich lächel ihr aufmunternd zu. "Macht was ihr für richtig haltet, aber ich denke das deine Entscheidung für alle Beteiligten die richtige ist. Ich werde heute Abend ein wenig die Stadt erkunden, Perborat ist glaube ich auch mit dem anderen Zwerg unterwegs. Also macht euch einen schönen Abend"

Kaldrim Offline




Beiträge: 537

07.07.2014 14:54
#37 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

*Als Yamira am spätens Abend heim kommt sieht sie Kaldrim, nur in weiten Hosen gekleidet, vor dem Kamin knien, und mit seinem zwergischen Dialekt elfisch singen. Diesen komischen anblick vollendet der Blaufalke der auf kaldrims rücken hin und her zu fliegen scheint. Ein paar Akkorde später schlägt Kaldrim die Augen auf und blickt Yamira an*

Ich habe dich noch nicht zurück erwartet petit fleur. *Kaldrim erhebt sich und der Falke nimmt auf seiner Brust platz... er scheint Yamira direkt anzuschauen*

Ich habe Serkia in den Tempel gebracht... und wahrlich sie hat es verstanden. Sie ist ein liebes Mädchen, aber dennoch verstand sie, das sie nicht hier hin gehört sondern in die Arme des Götterfürsten. Vielleicht hat Rahja ja geholfen ein Kind ihres Bruder durch mich zu retten, ein schöner Gedanke.
Ich fühle mich sonderbar erleichtert. Ich werde die Zeit hier noch etwas genießen...und mich dann wieder unserer Sache widmen. Denn seine Last ist immer noch unsichtbar doch spürbar hier. Und eines ist sicher, irgendwo sind immer Jungfern in nöten...und ich bin gut im retten!

*Kaldrim blickt Yamira schelmisch wie ein Fuchs an und die Flammen spiegeln sich in seinen Augen*

Yamira Online




Beiträge: 1.216

07.07.2014 15:40
#38 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Yamira lächelt Kaldrim schon fast liebevoll an "Ja, mein Freund, darin seid ihr wohl wirklich gut. Es ist gerade ein faszinierendes Bild für mich, weißt du ? Ich habe dich gerade in einer Sprache singen hören, die ganz und garnicht zu dir passt und andererseits stehst du hier vor mir wie es zwergischer nicht sein könnte, mit nackter Brust und Ingerimms Flammen in den Augen."

Yamira streckt vorsichtig ihren Zeigefinger aus und fährt kurz ganz sanft mit der Fingerkuppe über den Falken auf Kaldrims Brust.

"Serkia hat mir gegenüber das schon angedeutet. Sie hat zwischen uns beiden eine Verbindung gesehen, die sie mit dir niemals haben wird. Wir sind etwas besonderes Kaldrim, vergiss das niemals. Ebenso wie Ardo und Ragnar. Wir wissen nicht was passieren wird oder wann, aber wir werden bereit sein ihm weiterhin entgegen zutreten, mit all unserer Kraft, die wir aufbringen können.
Ich werde zu Bett gehen. Ich wünsche dir trotzdem eine gute Nacht."

Als sie nach oben geht, schaut sie sich nochmal um und meint "Danke für alles Kaldrim, Kuslik ist wirklich schön" lächelt sie ihn an und geht in ihr Zimmer.

Yamira Online




Beiträge: 1.216

07.07.2014 16:01
#39 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Ein paar Tage darauf mache ich mich am späten Nachmittag auf den Weg durch die Stadt und schlendere einfach nur durch die Strassen und Gassen. Diesmal in meiner, wieder sauberen, Tulamidenkleidung. Selbstverständlich werde ich immer wieder seltsam beäugt, doch respektvoll behandelt, ob es wegen meines Auftretens und des Khunchomers an der Seite ist, oder einfach nur als Frau, ist mir schleierhaft. Wenigstens wird man hier anständig behandelt, nicht so wie bei den Novadis.

Ich habe mich auf den Weg in die Unterstadt gemacht, der einfachere Stadtteil, der sich deutlich von der Oberstadt abhebt. Hier finde ich in der Nähe des Hafens einfache Kaschemmen und genehmige mir seit langem mal wieder ein paar Klargebrannte. Doch ich muss Kaldrim Recht geben, der liebliche Wein hat meinen Gaumen verwöhnt und der Schnaps schmeckt mir nicht mehr so wie früher. Ich komme mit ein paar Seesöldnern der Schwarzen Säbel ins Gespräch und wir würfeln ein wenig, wobei mir das Glück hold ist und ich sogar ein wenig Geld raus schlagen kann. Sichtlich zufrieden, doch bestimmt nach Tabak und Alkohol stinkend, mache ich mich spät abends auf den Heimweg. Plötzlich höre ich aus einer Seitengasse ein Jammern, dann sehe ich ein Mädchen aus der Gasse rennen, doch das wimmern und betteln hört nicht auf. Ich geh der Sache auf den Grund und sehe zwei Seesöldner, die anzüglich auf ein Mädchen einreden, die jammernd und weinend vor den beiden steht und sie anbettelt sie doch in Frieden zu lassen, ihr Vater sei reich und sie sollte gar nicht hier sein. Noch haben die beiden sie nicht angerührt. Ich ziehe meinen Säbel und rufe den beiden zu sie sollen sich an jemand größerem vergreifen, dem sie auch sogleich nachkommen und in der engen Gasse beginnt ein ungleicher Kampf, während das Mädchen nur weinend schreit, jedoch nicht an uns vorbei kann. Plötzlich höre ich im Eilschritt Stiefelschritte und eine befehlsgewohnte Stimme schreit uns auseinander. Ich lasse meine Waffe sinken und sie wird mir sofort abgenommen. Die Stadtwache ist mit dem anderen Mädchen gekommen. Eigentlich will die Stadtwache mich in Ketten legen, doch mit nur einer Hand stellt sich das als schwierig heraus. Doch da ich keinen Widerstand leiste, nehmen sie mich so mit. Ebenso wie die beiden Söldner. Es entbrennt eine riesige Diskussion über den Vorfall, jeder beschuldigt jeden. Die Mädchen wollen erneut weglaufen, werden jedoch ebenfalls aufgehalten und die Stadtwache nimmt uns alle mit zur Garnison. Bis alles geklärt ist, werde ich in eine Zelle gesperrt, doch kann ich wenigstens noch den Namen ‚Perborat, Sohn des Coldaman vom Aurum Phantasma‘ loswerden, doch ob sie das irgendwie zur Kenntnis genommen haben, wage ich zu bezweifeln. So sitze ich nach vielen Jahren wieder einmal hinter Gittern, doch ist mir auch klar, dass ich hier sicherlich nicht versklavt werde. Ich hoffe auf das Mädchen, schließlich sollte ihr bewusst sein, dass ich sie vor Schlimmerem bewahrt habe. Ich setze mich mit dem Rücken an die Wand und harre dem was kommen mag.

Am nächsten Morgen höre ich Schritte und kurz darauf erscheint ein wachhabender Offizier, der meine Zellentür öffnet und mich bittet, ihm zu folgen. Das grelle Sonnenlicht blendet mich kurz, als ich in ein Zimmer geführt werde. Das Mädchen ist da und sie sieht sehr schuldbewusst drein, doch ihre Augen zeigen eine hoffnungsvolle Vertrautheit, als sie mich anschaut. Ein gut gekleideter hochgewachsener, überraschend gut aussehender Mann ist ebenfalls anwesend und stellt sich als ‚Leonardo di Manya‘ vor und verbeugt sich vor mir. Er ist der Vater des ungezogenen Mädchens, das sich vor lauter Abenteuerlust mit ihrer Freundin des Nachts in der Unterstadt rumtrieb. Er bittet mich um Verzeihung für die Unannehmlichkeiten und bedankt sich über die Maßen für meine Hilfsbereitschaft, denn wer weiß was noch alles hätte geschehen können, wäre ich nicht gewesen. Ich nicke ihm freundlich zu, zwinker die Kleine dankbar an und sie lächelt verschwörerisch zurück. Er lädt mich auf ein Abendessen bei sich zu Hause ein und fragt nach meiner Wohnstätte. Als ich ihm den Namen Perborat sage, leuchten seine strahlend grünen Augen erneut. Man wird mich abholen kommen, verspricht er mir, ehe er sich mit seiner Tochter auf den Heimweg macht, die sich nochmal lächelnd nach mir umschaut. Meinen Khunchomer bekomme ich selbstverständlich ebenfalls zurück und man lässt mich ziehen.

Als ich am späten Vormittag bei Perborat ankomme, muss ich erstmal alles erzählen und der Name ‚di Manya‘ scheint dem Zwerg ein Begriff zu sein. Perborat zwingt Kaldrim erneut mich zum Schneider zu bringen und eine passende Abendgarderobe für mich auszusuchen, diesmal auf seine Kosten, für die vielen Umstände, die diese Stadt mir bereitet. Schließlich soll die Wüstenrose sich ja heute Abend wohl fühlen. Diesmal gehe ich artig mit und suche mir tatsächlich ein relativ schlichtes weinrotes Kleid aus mit den passenden Schuhen. Danach mache mich schön zurecht für den Abend und tatsächlich klopft es irgendwann und ich werde zu einem prachtvollen Anwesen geleitet, das mir fast die Sprache verschlägt.

Ich verbringe mit Leonardo einen wunderschönen Abend. Doch auch ernstere Themen werden angeschnitten. Der Verlust meines Arms, wobei ich ihm nur erzähle, dass ich ihn im Kampf verlor, nicht wie. Der Verlust seiner Frau, die Mutter seiner Tochter, die vor drei Jahren an einem heftigen Fieber starb. Seitdem ist seine Tochter kaum haltbar. Sie stellt ständig was an, sie hat eine unbändige Abenteuerlust und Neugier. Sie schlägt eben sehr nach ihrer wilden Mutter. Sie war Aranierin und lächelnd verstehe ich was er an mir findet. Seine halblangen schwarzen glänzenden Haare, die grünen leuchtenden Augen und die Lachfalten um seine Mundwinkel und Augen herum, fesseln mich während er erzählt und ehe ich mich versehe, ist es schon tiefe Nacht. Wir haben uns ewig verplauscht bei einem guten tropfen Wein, vielen Komplimenten und leichten charmanten Annäherungsversuchen. Ich halte mich zurück, doch strahlt dieser Mann eine faszinierende Anziehungskraft auf mich aus. Als ich mich verabschieden will, zieht er mich plötzlich an sich heran und küsst mich innig. Ich verbringe die Nacht bei ihm und schon lange habe ich mich nicht mehr so glücklich gefühlt. Doch ich mache ihm auch klar, dass das nur eine einmalige Sache war. Zu sehr heftet mein Schicksal an mir, von dem ich ihm nichts erzählen kann. Ich kann ihm nur versichern, dass ich im Winter schon nicht mehr hier sein werde. Es tut ihm zwar leid, doch er zeigt Verständnis und lädt mich auf seinen Ball ein, den er am 19. Hesinde wie jedes Jahr in seinem Haus gibt, einen Tag vor Beginn der Opernsaison in Vinsalt. Selbstverständlich kann ich Begleitung mitbringen, vor allem wenn sie aus dem Hause des Goldschmieds kommt. Bis dahin könne ich ihn jederzeit wiedersehen, wenn ich es denn will, lächelt er verschwörerisch und schickt noch einen Begleiter mit, der mich sicher nach Hause bringt.

Glücklich kehre ich zu Kaldrim und Perborat zurück und erzähle von der Einladung zum Ball. Kaldrim fällt sofort mein seeliger Blick auf, den er so noch nie bei mir gesehen hat.
Kaldrim, ihr begleitet mich doch dorthin oder ? Was soll ich denn da nur anziehen? Hab ich dir eigentlich erzählt, dass ich mir einen Holzarm machen lasse? Hab ich gleich am ersten Tag in Auftrag gegeben. Was macht man denn eigentlich auf einem Ball? Tanzen ? Ich kann nicht tanzen !?!?“ plappert sie aufgeregt, wie ein junges Ding….

Kaldrim Offline




Beiträge: 537

08.07.2014 12:05
#40 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Mein Kind, du scheinst mir etwas sehr aufgeregt bezüglich ders Herrn di Manya...eine Tochter sagt ihr? Wie alt ist sie denn? Lohnt es sie zum Tanz aufzufordern?

Ich begleite dich petit fleur

Yamira Online




Beiträge: 1.216

08.07.2014 12:20
#41 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Yamira errötet leicht "ICH? Aufgeregt? Ach was, das kommt euch nur so vor, aber ihr hättet das Anwesen sehen müssen. Und wenn du irgendwann der beste Charmeur Deres sein willst, so hast du wirklich starke Konkurrenz, sag ich nur" sie lächelt in sich hinein "Aber ich muss zugeben, dass er wirklich ein sehr interessanter und verdammt gutaussehender Mann ist" grinst sie erneut.
"Ach und was seine Tochter angeht, Kaldrim, so sei dir gesagt, dass sie ein wirklich entzückender Wildfang ist, doch definitiv zu jung für euch. Sie ist höchstens 12/13 Götterläufe alt. Aber sicherlich tanzt sie bereits besser als ich" lacht sie auf.

Kaldrim Offline




Beiträge: 537

08.07.2014 12:32
#42 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Nun werte Yamira, zu aller erst möchte ich der zweistbeste sein...niemals der beste. Und wahrlich ich brauche keinen Palast um Frauen zu blenden...mein Charme sollte da ausreichen.des letzteren ist 12 Götterläufe wahrlich zu junge...aber auf einem ball gibt es immer etwas anbetungswürdiges.

Zu deiner Strafe für diese infarme Ausage....Tanzstunden. Du wirst Dich, Ihn und zu letzt MICH beleidigen mit deinem "tanz"

Yamira Online




Beiträge: 1.216

08.07.2014 12:38
#43 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

"Ach du liebe Zeit, aber du hast recht, ich will euch nicht blamieren und am allerwenigsten mich. Aber ich warne dich, ich bin zwar sehr gewandt, aber getanzt habe ich in meinem bisherigen Leben noch nie" sagt sie grinsend "ach und noch was, es war nicht der Palast, der mich blendete, sondern er selbst, wenn du ihn siehst, verstehst du was ich meine. Ich bin weniger seinen Schmeicheleien erlegen, als seiner Ausstrahlung, und du weißt wie ich mich die letzten Wochen fühlte, da kam mir so jemand gerade recht" sagt sie ein wenig traurig "auch wenn es nur für kurze Dauer sein wird, so wie bei dir und Serkia."

Kaldrim Offline




Beiträge: 537

08.07.2014 12:41
#44 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

Nun, ich glaube der Liebfelder Tanz wird dir gefallen...eleganz und anmut durch und durch.

Naja, ich hoffe nur du lässt dir keine Bastard aufhalsen...das könnte deine Pläne durcheinander bringen

Yamira Online




Beiträge: 1.216

08.07.2014 12:43
#45 RE: Zwischenspiel Kaldrim und Yamira in Kuslik Thread geschlossen

"Wo denkst du hin, für wie doof haltet ihr mich eigentlich? Keine Sorge, das wird nicht passieren. Ich könnte dir dasselbe sagen, auch wenn es für euch Männer eh egal ist. Nein, nein mach dir keine Sorgen, ausserdem geht dich das garnichts an, kleiner Mann !"

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