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Dieses Thema hat 9 Antworten
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Borbarad Offline




Beiträge: 527

09.09.2018 23:34
Die Menschen antworten

Nur mal so als Grundidee. Ich fände es gut, wenn sie auf dem nördlichen Kontinent die dominierende Rasse wären.
Ein Reich mit einem Imperator und verschiedenen Häuser, die um seine Gunst streiten. Ähnlich denen, wie z.b. aus Dune. Dabei könnten einige Häuser bestimmte Dinge unter sich haben Kriegsführung, Handel und Handwerk, Kirche usw.

Der Imperator ist allerdings schwach und das Reich in einem beginnenden Verfall aus dem sich schon einige Provinzen losgesagt haben, wie z.b. die Nordmänner.

Ausarbeitung kommt, wenn ich weiß wo sie hingesteckt werden.

Borbarad Offline




Beiträge: 527

20.10.2018 14:35
#2 RE: Die Menschen antworten

So, hier mal die Grundideen für die Menschen auf dem nördlichen Kontinent. Sind nur mal Stichpunkte was ich so vorhabe.
Ich erwähne dort einen Krieg der Elben gegen die Menschen vor sehr langer Zeit (Mario?). Dieser wurde zugunsten der Menschen entschieden, weil die Magier der Menschen eingriffen.

• Sie beziehen Papier, feine Stoffe aus Windspinnenseide von den östlichen Menschen.

• Drei große Städte: Venari (Jagd, Die Kämpfer und Waffenschmiede des Reiches), Mercor (Handel, das Handelszentrum und die Bank des Reiches, Nostra (Schriften, Unsere, Das Bildungszentrum des Reiches mit Magiern)

• In der Religion ist die Zahl 3 und 9 sehr prägend. Es gibt drei Göttliche Wesen, eines mit kämpferischer, herrschender Natur, eines das das Wissen und die Magie bewahrt und eines welches die Listigen und die Händler darstellt. Diesen göttlichen Wesen stehen jeweils drei brennende Wächter zur Seite, welche die neun Boten der Göttlichen bilden und verschiedene Aspekte ihrer Herren repräsentieren. Diese können auf der Welt erscheinen und Einfluss nehmen.

• In den drei Städten herrschen drei Präfekten über das Land. Diese werden von einer jeweils mächtigen Familie gestellt und der Titel wird innerhalb der Familie weitervererbt. Sollte einmal ein Präfekt keine nachkommen haben, bestimmt das Trias über die Familie, die den Stuhl des Präfekten einnehmen wird. Jedem Präfekten stehen drei Berater zur Seite, welche ebenfalls recht mächtig sind. Diese vertreten einzelne Bereiche des Lebens, die Armee, Waffenschmiede, Bauern, Magier, Diebe, Gelehrte usw.).

• Über all dem herrscht das Trias, drei Herrscher, welche in einer Tempelstadt inmitten des Reiches leben. Dort an einem See, an Gebirgsausläufern erhebt sich eine prächtige Tempelanlage, geschützt von hohen Mauern und einer der besten Elitetruppen des Reiches. Die Trias sind drei Menschen, Nachkommen der alten Trias, welche im Kindesalter durch ein uraltes Ritual geistig verbunden werden. Das Trias lebt meist eine lange Zeit, doch irgendwann sterben sie, immer gemeinsam. Dann werden drei neue Kinder erwählt, wobei je ein Kind aus den drei großen Städten kommt. Diese Wahl wird von der Priesterschaft vorgenommen, und es kann durchaus geschehen, dass ein Kind aus einer ärmeren Familie, das Kind stellt, welches in die Tempelstadt zieht. Dann ziehen die drei Kinder feierlich in die Tempelstadt ein und Priester nehmen uralte Rituale vor, um sie zu vereinen.
Sind die drei Kinder vereint, so sind ihre Gedanken eins. Keiner kann etwas vor dem anderen verbergen und sie büßen ihre Individualität sehr stark ein. Wenn die Trias sprechen, dann beginnt meist eines den Satz, und ein weiterer beendet diesen. Oder sie sprechen gleichzeitig. Dies geschieht immer im Wechsel und verwirrt die Zuhörer manchmal.
Das Wort der Trias ist Gesetz und wird nicht in Frage gestellt. Die Trias verlassen nie die Tempelstadt, und so sind sie natürlich beeinflussbar, von den Menschen, welche in die Tempelstadt dürfen um den Trias zu berichten. Bei wichtigen Entscheidungen werden die Präfekten herbeigerufen.

• Es gibt sicherlich eine Person, welche für die Trias die Termine und Organisation übernimmt. Diese ist der Schlüssel zu den Trias und gehört zu den mächtigsten Personen des Reiches.

• Die Magier sind ein kleiner, aber wichtiger Teil des Reiches. Sie leben in Nostra, in einem schwarzen Turm, der einige, gewaltige, unterirdische Gewölbe hat. Die Magiergilde strebt nicht nach weltlicher Macht und so hat es noch nie einem Präfekten gegeben, welcher aus dem Kreis der Zauberer kommt.

Sie erforschen lieber die Grenzen des Geistes und die Kraft die in der Erde wohnt aus der sie ihre Macht ziehen. Die Magier des schwarzen Turms sind gefürchtet, beherrschen sie doch die Manipulation des Geistes, die Elemente und einige von ihnen sollen sogar mit Geistern sprechen können und sie in ihren Dienst zwingen. Vor langer Zeit verfolgte man sie, und der schwarze Turm war verwaist. Doch als das Reich erstarkte und sie im damaligen Krieg gegen die Elben des Nordens zugunsten der Menschen eingriffen, schloss man Frieden mit den Magiern und gewährte ihnen wieder den Zugang zu ihrem Turm. Und so besteht ein uralter Vertrag zwischen den Magiern und den Trias, dass man einander kein Leid zufüge, wenn die Zauberer sich verpflichten, dem Reich in größter Not zu helfen. Im Gegenzug genießen die Magier den Schutz des Reiches und werden auch mit weltlichen Dingen versorgt. Allerdings betrachten viele diese Zauberer immer noch mit Angst, wissen die meisten Menschen doch nicht um ihre Macht und dichten ihnen grausame Rituale in ihrem schwarzen Turm an.
Immer wieder ziehen Zauberer in die Welt hinaus um zu forschen und ihre Kräfte zu mehren. Dabei überwinden sie auch das Meer, denn in den wilden Landen können sie oft frei agieren und müssen nicht fürchten, wegen ihren Forschungen angeklagt zu werden.

Zeigt ein Kind magische Fähigkeiten, so bringt man es schnell zu den Zauberern, welche es testen. Ist die magische Kraft in dem Kind groß genug, so wird es aufgenommen und ausgebildet. Die Eltern bringen die Kinder meist freiwillig in den schwarzen Turm, denn der normalen Bevölkerung ist Magie nicht geheuer und sie sehen ihr eigenes Kind nun mit Angst an und fürchten es. Ist das Kind nicht genug mit magischer Macht durchdrungen, so wird es den Priestern übergeben, die es in tiefen Kerkern einsperren, damit das wenige an magische Macht nicht unkontrolliert böses bewirken kann. Diese Kinder leben meist nicht lange und fristen ein fürchterliches Dasein in Gefangenschaft. Der Glaube der Priester verbietet es, diese Kinder zu töten, und sie versorgen sie mit Nahrung. Doch hat nur selten so ein Mensch das Tageslicht je wieder erblickt.
Das Oberhaupt der Zauberer wird auf Lebenszeit bestimmt. Dieses Amt hat große Macht inne und nur die besten Magier können in diesen Rang aufsteigen. Denn stirbt ein Oberhaupt, so gibt es einen Wettstreit unter den Zauberern, welche denken gut genug für diesen Posten zu sein. Dabei kommt es oft zu Todesfällen und der schwarze Turm wird Schauplatz von gewaltigen, magischen Duellen.

Borbarad Offline




Beiträge: 527

26.11.2018 20:49
#3 RE: Die Menschen antworten

So, hier mal die Gliederung und der erste Post:

Gliederung:
Die Geschichte des Reiches und wie entstand die derzeitige Herrschaftsform. (von dem Glauben über die Entstehung der Menschen, bis zu den großen Kriegen und Konflikten, aus denen das Trias entstand und so die drei damaligen großen Reiche vereint wurden – es war auf jeden Fall eine blutige Zeit).

Das Reich Trium im Allgemeinen
Der Text sollte grob die Regionen mit ihren Landschaften, die dort lebenden Menschen, die drei Städte und die Herrschaftsform (Trias) beschreiben. Auch die angrenzenden Länder und die dort lebenden Kulturen und grob das Verhältnis zu diesen. Auch grob die Armee und die Seefahrt.

Die drei Herrschaftsstädte und die umliegenden Landen
Venari
Nostra
Mercor
(Beschreibung der Stadt und ihre Schwerpunkte. Die Herrscher der Stadt und die Beziehung zu den anderen Städten. Auch die Ländereien drum herum und die Geografischen Besonderheiten sowie Besonderheiten in der Flora und Fauna. Auch noch einmal explizit die Beziehungen zu den umliegenden Ländereien. Zum Schluss die Besonderheiten der Städte (Venari sind die Kämpfer, Mercor als Wissenszentrum und die dort lebenden Magier und Mercor als Handelszentrum)

Das Trias
Die Tempelstadt mit dem Trias wird hier beschrieben und die Priesterschaft sowie die Religion und die Götter der Menschen des Ostens.

Die Beziehungen des Reiches zum anderen Kontinent
Hier wird die Beziehung und die Handelsrouten zu dem anderen großen Kontinent beschrieben.

Mythen und Legenden
Mythen und Legenden von Wesenheiten oder Dingen, die es scheinbar wirklich gibt, und welche Abenteueraufhänger sein könnten.

Wichtige Personen des Reiches
Am Schluss eine genauere Beschreibung der wichtigsten Personen im Reich

Borbarad Offline




Beiträge: 527

26.11.2018 20:49
#4 RE: Die Menschen antworten

Die Geschichte des Landes

Die Menschen des Westens haben schon vor hunderten von Jahren das mächtige Reich Trium auf dem Kontinent XXX geschaffen. Drei große Städte, Venari, Nostra und Mercor liegen in den drei Ecken des Landes und herrschen über den gesamten Süden des westlichen Kontinents. Friedlich vereint leben die Menschen hier im Wohlstand und Überfluss und kaum einer wagt es sie ernsthaft herauszufordern. Doch dies war nicht immer so. Einst bestand das Reich aus drei großen Königreichen, welche die drei großen Städte gebildet hatten. Es herrschte Zwietracht und Streit, und ein ums andere Mal versuchte ein König sich über das ganze Land zu erheben und die komplette Macht an sich zu reißen. Auch die uralten, dunklen Elben aus den großen Wäldern im Nordwesten kämpften stets gegen die Menschen, welche sie nur als kurzlebiges Gewürm verachteten und ihnen höchstens gestatten wollten, als Sklaven unter ihrer Gunst zu leben. So verfiel das Land immer mehr dem Chaos und das Elbenvolk nutzte dies aus und besetzte Venari und richtete ein fürchterliches Massaker an. Den Menschen des Ostens drohte der Untergang, und sie waren sich immer noch uneins.

Da geschah es, vor mehr als 800 Jahren, dass drei Kinder aus den drei Völkern geboren wurden, welche nicht von dieser Welt schienen. Die Mütter dieser Kinder starben alle bei der Geburt unter großen Schmerzen, als hätten sie selbst das ganze Chaos und all das Leid des Landes in die Welt geboren. Keiner wusste von den Vätern der Kinder und sie wuchsen als Waisen auf, wobei sie kein Wort sprachen und in keinster Weise jemand zugänglich waren. Als diese drei Kinder 9 Jahre alt waren, liefen sie einfach aus den Waisenhäusern davon und wanderten viele Tage und Nächte in die Mitte des Reiches. Dort lag die alte Tempelstadt Gosh-Kun, in der nur einige alte Priester, des fast vergessenen Götterkultes Trias lebten. Die Kinder gingen in den Tempel, setzten sich auf den heiligen Altar, und bevor die Priester sie verjagen konnten, sprachen die drei ihre ersten Worte, wie aus einem Munde. Sie verkündeten das Wort der drei Götter, welche keine Namen hatten und nur das Trias genannt wurden, mit solcher Macht, dass die Priesterschaft auf die Knie sank und vor der Erhabenheit der drei erbebten. Im ganzen Land sprach sich schnell herum, dass drei Propheten in Gosh-Kun aufgetaucht seien, drei göttliche Wesen, welche die Erlösung aus all dem Leid bringen sollten. Selbst die drei Könige der Menschenreiche sanken vor den drei Kindern auf die Knie, als sie erkannten, dass es sich hier um etwas handelte, das jenseits ihrer Macht lag. Das Trias war wiederauferstanden, einte das Reich und herrschte über die drei Städte des Landes aus der alten Tempelstadt, die erneut errichtet wurde und zum Zentrum der Macht von Trium wurde.
Das vereinte Volk stellte sich gegen die Elben und in einem großen, blutigen Krieg eroberten sie das Land der Venari zurück, dessen Volk auf ewig dem Reich die Treue schwor. Die Elben wurden zurück in ihre Wälder gedrängt, wo sie seither leben und keinen Menschen in ihre Lande lassen. Gegen die Macht des Reiches Trium haben sie sich seither aber nie wieder aufgelehnt.

Die drei Kinder allerdings wurden erwachsen und herrschten Weise über das Land und mehrten seinen Reichtum. Doch waren sie nicht unsterblich, aber sie lebten einige Menschenleben lang. Kurz vor ihrem Tod verkündeten sie, dass wieder drei Kinder geboren würden und die Priester sollten in die Städte reisen und sie suchen. In den drei großen Städten Venari, Nostra und Mercor herrschten unter der Gunst des Trias nun drei Präfekten, welche dachten, ihre Söhne oder Töchter wären die auserwählten. Doch zur Überraschung aller, kamen die drei Kinder nicht aus der herrschenden Schicht. Die drei neuen Kinder des Trias wurden jeweils in einer der drei Städten geboren, beim einfachen Volke und auch hier starben die Mütter unter großen Schmerzen. Als alle drei Kinder gleichzeitig das Licht der Welt erblickten, starben die drei alten Männer des Trias im selben Augenblick. Die drei Kinder aber wurden in die Tempelstadt gebracht und wurden wieder zu großen, göttlichen Herrschern. Dies geschieht nun etwa alle 300 Jahre und Trium ist seitdem zu einem der mächtigsten Reiche der Welt geworden. Bald wird es wieder soweit sein. Das Trias ist alt geworden und in nicht mehr allzu ferner Zukunft, werden wieder drei Kinder geboren werden und der Zyklus beginnt von neuem.

Borbarad Offline




Beiträge: 527

27.11.2018 20:23
#5 RE: Die Menschen antworten

Das Reich Trium

Im Nord-Westen des Landes, im Gebiet der Venari, wird das Land vom Urkhan Gebirge begrenzt, sowie weitläufige und dichte Urwälder. In diese Uhrwälder haben sich die Elben zurückgezogen und wachen sorgsam darauf, dass kein Mensch sie betritt. Die alten Kriege zwischen Menschen und Elben sind vor hunderten von Jahren geführt worden, doch noch immer sinnt das Elbenvolk auf Rache für die vernichtende Niederlage, leben doch noch immer einigen unter ihnen, welche diese Zeit selbst miterlebten. Doch die Venari von Trium sind stark und stellen schon immer seit jeher die besten Kämpfer des Landes. Das Wetter ist hier eher mild, allerdings oft regnerisch, denn der Westwind treibt stets neue Wolken vom Meer herüber. Es gibt einige große Flüsse, allen voran der Maktan, der die Hauptstadt Venari mit dem Meer verbindet. Nord-Östlich der Stadt erstreckt sich ein gewaltiges Waldgebiet, welches nur an den Südrändern erschlossen ist und bewirtschaftet wird. Weiter nördlich erstreckt sich der Urwald zwischen zwei Gebirgsketten und viele Legenden erzählen von seltsamen Geschöpfen und unheiliger Magie, welche in dem Wald existieren soll. Selbst das Elbenvolk meidet diesen Wald weitgehend, und nur die Ältesten wagen sich dorthin um die Geister ihrer Ahnen zu suchen und die Grundfesten der Welt zu begreifen. Die Hauptstadt Venari ist ein Moloch, welcher von starken Wehrmauern umringt ist. Die berühmte Arena in der Mitte der Stadt ist immer noch Schauplatz der besten Kämpfer des ganzen Reiches und oftmals tönt das Jubeln der begeisterten Masse durch die Gassen der Stadt. Auch ist stets das Hämmern von Metall zu hören und die Essen der Stadt produzieren einen dichten, schwarzen Rauch, der sich wie ein schwarzer Mantel über die Stadt legt. Venari ist die Waffenschmiede des Reiches und Tag und Nacht brennen die Feuer um wahre Kunstwerke aus bestem Stahl zu erschaffen.

Im Nordosten liegt das Reich der Nostra mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt. Viele Flüsse durchziehen das Land und machen es fruchtbar und Reich. Auch hier gibt es einige große Waldgebiete und das größte unter ihnen, welches sich an den südlichen Gebirgsrand des Attas-Gebirges schmiegt, ist nur entlang der Flüsse bewohnt, wo Holzfäller die Bäume schlagen, welche dann Flussabwärts an den Werften des Reiches zu Schiffen verarbeitet werden. Ein kleineres Gebirge im Nordosten, die Thael-Berge grenzen das Reich von dem Land der Halblinge ab, welche als Freunde des Reiches gelten. Reger Handel wird mit ihnen betrieben und der Wissensdurst der Halblinge wird in Nostra sehr geschätzt. Es gibt nicht wenige unter Ihnen, welche in der Hauptstadt Nostra leben und forschen. Die Hauptstadt selbst liegt an einem großen Binnensee und wurde in die Ausläufer der Thael-Berge gebaut. Die Stadt ist Terrassenförmig angelegt und liegt an einem hohen Berghang, von steinernen Mauern umgeben. Nostra ist eine Stadt des Wissens, nirgends kann man so viele Bücher und Schriftrollen finden, als hier. Gewaltige Bibliotheken beherbergen Schätze aus uralten Tagen und unter der Stadt soll es weitere alte Kammern geben, welche laut den Legenden Wissen beherbergen sollen, die aus Zeiten stammen, als noch kein Mensch diesen Ort bewohnte. Im umliegenden Land leben viele Bauern, welche die Gelehrten und Forscher der Stadt mit dem Nötigsten versorgen.
Nahe der Hauptstadt, an einem Gebirgsausläufer, steht wie ein drohender schwarzer Finger der Turm der alten Zauberergilde. Der Turm ist aus schwarzem Basalt erbaut worden und mit seinen einhundertfünfzig Metern Höhe und einem Durchmesser am Grund von mehr als fünfzig Metern gehört er zu den gewaltigsten Bauten des Landes. Der Turm scheint schon immer dort gewesen zu sein, und es unbekannt, wer ihn errichtet hat, doch leben schon seit Urzeiten die Zauberer in dem Gebäude und kaum ein Normalsterblicher betritt jemals dieses Gebäude. Die Magiergilde ist gefürchtet, und vor langer Zeit wurden sie verfolgt und gehasst. Doch im großen Krieg gegen die Elben griffen sie für die Menschen ein und hatten großen Anteil am Sieg von Trium und dem Trias. Allerdings sagt man, die Magier hätten dies nicht aus Freundschaft zum Reiche getan, sondern sie seien an den Geheimnissen des Elbenvolkes interessiert gewesen. Heute haben die Zauberer einen unabhängigen Status, was durch alte Verträge festgelegt wurde. Man lässt sie weitgehend in Ruhe, sagt man ihnen doch nach, dass sie sogar mit Geistern sprechen können und diese gar beschwören und manipulieren.

Im Süden des Reiches schließlich liegt Mercor, das Handelszentrum von Trium. Das Klima ist hier an der Küste schon sehr trocken und Palmen wachsen an den wunderschönen Stränden des Meeres. Im Inland gibt es große Olivenhaine und auch Weinanbaugebiete, die einen süßen, dunklen Rotwein hervorbringen, der in ganz Trium berühmt ist. Der große Fluss Karintha, welcher von einem See weit im Norden gespeist wird, fließt durch das ganze Land und an dessen Ufer haben sich viele Dörfer und Städte angesiedelt, die vom Ackerbau und den Flussschiffern leben. Diese bringen die Waren von Mercor weiter in den Norden, bevor sie dann auf den Handelsstraßen in den Westen und Osten befördert werden. Mercor selbst ist eine Stadt die im flachen Flussdelta des Karintha zu immenser Größe angewachsen ist. Die flachen Bauten der Stadt erstrecken sich soweit das Auge reicht und nur die Gebäude der Reichen Handelskontore und der Palast des Präfekten, so wie der Tempel der Trias erheben sich über der Stadt. Eine wehrhafte Mauer umgibt die Stadt, doch auch außerhalb der Stadt wuchern weiter Gebäude und Unterkünfte, in denen die Ärmsten der Armen versuchen zu überleben und ein wenig vom Reichtum von Mercor zu ergattern. Der Hafen der Stadt sucht auf dem Kontinent seinesgleichen und prachtvolle Handelsschiffe legen hier an, um ihre Waren aus aller Welt zu löschen. Ob Papier und feine Windspinnenseide von den östlichen Menschen, seltene Edelsteine aus den Wilden Landen oder Wunderwerke der Technik von den Gnomen weit im Osten, hier kann man fast alles finden. So ist es nicht verwunderlich, dass der Präfekt der Stadt stets derjenige ist, der im ganzen Reich großen Einfluss hat, gilt er doch als einer der reichsten Männer der Welt.

Borbarad Offline




Beiträge: 527

28.11.2018 20:22
#6 RE: Die Menschen antworten

Die Stadt Venari und ihr Umland

Die Hauptstadt des Nordwestens ist Venari und kein anderer Ort in Trium ist rauer, aber auch faszinierender, als die Stadt der Kämpfer. Stärke und Geschicklichkeit zählen hier mehr als reines Wissen, obwohl man nicht behaupten darf, die Venari wären reine Schläger. Die Tradition der Kriegerkaste geht zurück in die Jahrtausende und es ist für jedermann, der stark und schnell genug ist eine große Ehre in den Kriegerstand aufgenommen zu werden. Schon die Kinder kämpfen auf den Straßen um sich im Kampf zu beweisen und eines Tages in der heiligen Arena von Mochot kämpfen zu dürfen. Denn nur dort wird sich entscheiden, wem die Ehre zuteil wird, einer der heiligen Krieger zu werden, oder sein Leben als einfacher Soldat verdingen muss.
Diese Kämpfe sind immer ein großes Ereignis in der Stadt und finden jedes Jahr zur Sommersonnenwende statt. Tagelang bekämpfen sich die besten Kämpfer des Landes, und das Volk jubelt den Gewinnern begeistert, ja fast schon hysterisch zu. Dabei kommt es oft zu schweren Verletzungen oder sogar Todesfällen, obwohl die Kämpfe nicht unbedingt mit dem Tode enden müssen. Die geschlagenen gehen nicht in Schande aus der Arena, wenn sie verloren haben, doch haben sie ihre Chance verpasst in den Kriegerstand erhoben zu werden und nehmen meist ihren Dienst in den Armeen des Landes auf.
Die heilige Arena Mochot ist ein mächtiger Bau in der gut vierzigtausend Zuschauer Platz finden. An der Stelle, wo der Kampfplatz ist, soll laut den alten Legenden die zwei Brüder Venoras und Aris ihren berühmten, tagelangen Kampf geführt haben, nur um sich zu beweisen, wer der Stärkere sei. Keiner von beiden erhielt die Oberhand, keiner von Beiden gab nach und ihr Blut tränkte den Boden, der heute heiligen Arena. Beide Brüder gründeten später das Königreich Venari mit Blut und Krieg und legten den Grundstein für ein Leben, dass dem Kampf gewidmet sei. Zu dieser Zeit begegnete man das erste man den Elben im Norden und dieses Aufeinandertreffen endete im ersten großen Elbenkrieg, in dem keiner die Oberhand gewinnen konnte. Fortan gab es immer wieder Kämpfe mit den Elben des Nordens. Aber auch mit anderen Königreichen, lagen die Venari ständig im Zwist, war ihre Art doch rau und wenig diplomatisch. Erst als die Venari von den Elben erobert und dann später im letzten großen Krieg von den anderen Königreichen befreit wurden, gab es Frieden und Einigkeit unter den Menschen. Die Venari unterwarfen sich dem göttlichen Trias und schworen es stets mit dem Schwerte zu beschützen. So stellt die Kriegerkaste nun schon seit einigen Jahrhunderten traditionell die Palastwache des Trias.
Der oberste Kriegsfürst der Venari, Legat Khartar, ist gleichzeitig der Präfekt über das ganze Land der Venari. Nur ein Mann, der etliche Kämpfe bestritten und überlebt hat, kann zum Legat gewählt werden. Er braucht Einfluss und diesen bekommt man in Venari nur, wenn man gezeigt hat, dass man keinen Kampf und keine Schlacht fürchtet. Der Legat herrscht über die Stadt und das Land mit harter Hand und hat dafür Sorge zu tragen, dass die Armee immer unter Waffen und bereit ist in den Kampf zu ziehen. Khartar hat hierfür eine große Zahl an Helfern, welche meist zu schwach waren, um ein Kämpfer zu werden, aber dafür umso besser mit Zahlen umgehen konnten. Einige von ihnen Verwalten große Teile des Landes, denn der Legat Khartar kümmert sich lieber um die Belange der Armee, und solche Dinge sind im lästig. So kann man sagen, dass es einige dieser Diener zu großer Macht gebracht haben, wenn es um die Finanzen des Landes geht.
Venari ist aber auch eine Stadt der Waffenschmiede und der Stahl, welcher hier gewonnen wird ist von extrem hoher Qualität. Ein guter Schwertschmied genießt hier hohes Ansehen und wird nicht selten an den Tisch eines Kriegers geladen, wo man gerne über die Schmiedekunst und neue Waffen fachsimpelt. Der Stahl und auch die Waffen der Schmiede werden in das ganze Reich exportiert und sogar jenseits der Grenzen haben sich die Handwerker der Venari einen guten Namen gemacht. Hart wie venarischer Stahl ist in vielen Ländern zu einer Redensart geworden. Dadurch ist die Stadt zu einem gewissen Reichtum gekommen, auch wenn die Essen nun unablässig schwarzen Rauch ausspucken und die Stadt dadurch immer in einen grauen Dunst gehüllt ist. Die Kriegerkaste hat nichts gegen den Export des Stahls. Sollten sie je auf einem Schlachtfeld einem Gegner begegnen, der venarischen Stahl führt, so wird ihr Sieg nur umso größer sein, wenn selbst dieses Metall seinen Träger nicht beschützen konnte.

Im Rest des Landes gibt es kaum noch größere Städte, die von Bedeutung wären. An der Mündung, wo der Maktan ins Meer fließt gibt es die Hafenstadt Kreos, wo die Kriegsflotte der Venari liegt. Hier wird auch Fischfang betrieben oder die großen Malmwaale gejagt, deren Tran besonders wertvoll ist. Die Walfangschiffe sind mit tollkühnen Männern besetzt, den oft kehren die Schiffe nicht zurück von ihrer Jagd, denn die Malmwaale gelten als höchst aggressiv.
Weiter im Norden, meist an den Flüssen gibt es zahlreiche Dörfer und Gehöfte, welche das umliegende Land bestellen. Das Leben der Bauern hier ist einfach und von harter Arbeit geprägt, aber die Menschen hier sind gastfreundlich und wissen ihre Feste zu Feiern. Sie leben im Schutze der Krieger und Soldaten und müssen Steuern entrichten, die meist in Form von Feldfrüchten und Schlachttieren entrichtet wird. Auch hier wünscht sich jeder Bauernjunge, einst auf einem stolzen Schlachtross zu reiten, doch nur selten gelingt es einem der Jungen einen Kämpfer zu überzeugen, dass er stark genug sei, um ausgebildet zu werden.
Die Flüsse in diesem Gebiet sind reich an Fischbeständen und auf den Feldern grasen mächtige Ocanbullen mit ihren gewundenen, blauschwarzen Hörnern. In einigen Waldgebieten gibt es immer noch große Straubwölfe, doch die Bauern wissen sich ihrer zu erwehren und die Zeiten, als sie sogar Menschen anfielen sind schon seit langer Zeit vorbei.

Weiter nördlich liegt die Grenze zum Elbenreich, welche von einem gewaltigen Wall gebildet wird. Nach dem letzten großen Krieg und einigen Scharmützeln, hatte man beschlossen einen Wall aus Erde zu errichten, der immer wieder von Befestigungsanlagen durchdrungen ist. Auf hohen Wachttürmen hält man Ausschau nach den Spitzohren, denn die Wälder direkt am Wall hat man gerodet um eine große freie Fläche zu bekommen, wo man dafür sorgt, dass diese auch frei bleibt. Einige tausend Mann verrichten hier ihren Dienst, denn man traut den Elben nicht über den Weg, auch wenn sie sich nun schon seit Jahrhunderten nicht haben blicken lassen. Zu tief liegt immer noch die Scham, von diesem Volk erobert worden zu sein, welches viel Leid und Tod unter den Venari bedeutet hatte. Es gab bereits vor einigen Jahren einige Vorstöße in das Reich der Elben um zu erkunden, was mit ihrem Volke sei, doch keiner der Spähtrupps kam lebend wieder aus den Wäldern zurück.

Das Urkhan Gebirge im Norden erhebt sich majestätisch gut 5000 Meter in die Höhe. Die Gipfel sind stets schneebedeckt und das Gebirge ist unwegsam und nur für geübte Wanderer zu erkunden. Es gibt einige alte Pässe über die Gipfel, aber da auf dem anderen Ende nur das Elbenreich und im Osten der alte Urwald wartet, werden diese so gut wie nie benutzt und beginnen zu verfallen. Auch soll es seltsame alte Wesen in den Bergen geben. Es ist die Rede von Riesen und Drachen, welche die Täler und Gipfel bewohnen. Der alte Drache Skataris soll auf einem der höchsten Gipfel leben, weise und uralt. Es heißt, sollte ein Sterblicher zu ihm gelangen und dieser den Drachen im Kampfe bezwingen, so würde er ihm all seine Weisheit und Macht schenken und unsterblich würde er auf dem Drachenthron über die Welt herrschen.
Das Urkhan Gebirge ist aber auch die Heimat von Bohrwürmern, riesigen hausgroßen, Würmern die sich durch das Gebirge fressen und dabei auf der Suche nach Gold und Edelsteinen alles in sich aufnehmen, was sie in ihre unzerstörbaren Zähne bekommen. Warum diese Wesen auf der Suche nach diesen Metallen sind, wissen nicht einmal die Gelehrtesten Menschen, doch würde man einen von ihnen fangen können und aufschneiden, wäre man sicherlich sehr schnell reich, sollte man diese Jagd überleben. Es gibt nicht viele dieser Wesenheiten und die, die es gibt sind schwer zu finden. Sie graben meist tief unter den Gebirgen und erscheinen nur selten auf der Oberfläche. Doch sollte ein Wanderer, wenn die Erde anfängt zu Beben auf der Hut sein, ob dies natürlichen Ursprungs ist oder nicht.

Östlich des Urkhan Gebirges liegt der alte Urwald. Nur die südlichen Ausläufer des Waldes haben unter den Holzfällern einige Namen, wie der Eiseneichenwald oder das Dunkle Grün. Umso weiter nördlich man kommt, umso weniger wird man auf einen Menschen treffen. Der Wald ist dort dicht und es gibt so gut wie keine Pfade durch das teils undurchdringliche Unterholz. Nur einige Trampelpfade, welche Tiere getreten haben sind zu finden und ermöglichen es, weiter in den Wald vorzudringen. Doch sollen in dem Wald seltsame Wesen hausen und auch der Wald selbst soll an einigen Stellen fast lebendig sein. Wanderer und Forscher berichten von Bäumen, die sie beobachtet hätten, Wald-Harpyien, welche ihre Nester in den gewaltigen Bäumen gebaut hätten und kriechenden Wesenheiten, die an Schildkröten erinnert hätten, allerdings völlig mit Moos bedeckt und einem Maul aus messerscharfen Zähnen. Es gibt Bäche in dem Wald, denen man am besten Folgen kann, doch ändern sie häufig ihren Lauf und versiegen dann plötzlich über Nacht ohne ersichtlichen Grund. Der alte Urwald soll noch aus den Zeiten stammen, als es noch keine Menschen oder gar Elben in der Welt gab. Als mythische Gestalten Riesenhaft und seltsam über die Länder streiften und die Götter selbst auf die Welt stiegen um sie zu formen. Einige dieser mythischen Wesen sollen noch heute in dem Wald leben und sie wollen in ihrer jahrtausendlangen Ruhe nicht gestört werden. Doch immer wieder zieht es Abenteurer, Schatzsucher und Forscher oder Zauberer in die Wälder, denn sie erhoffen sich dem Wald alte Schätze oder Wissen zu entreißen. Nicht wenige bezahlen dieses Unterfangen mit ihrem Leben.

Borbarad Offline




Beiträge: 527

01.12.2018 14:01
#7 RE: Die Menschen antworten

Die Stadt Nostra und ihr Umland

Weit im Osten am kalten, vom Attas Gebirge umschlossenen Atlhom See gelegen, liegt Nostra, die Stadt der Weisheit und des Wissens. Die Stadt wurde in einen steilen Hang eines Berges des Thael Gebirges gebaut und teilweise direkt aus dem Gebirgsstein gehauen. So reichen einige Gebäude bis tief in den Berg hinein und auch der Palast des Skiotar wurde an der höchsten Stufe, der terrassenförmig angelegten Stadt tief in den Berg gebaut. Im Gegensatz zu den Venari, haben sich die Bewohner von Nostra dem Wissen verschrieben und die Stadt ist angefüllt mit zahlreichen Bibliotheken in denen zum Teil uralte Schriftrollen lagern. Man sagt das es tief im Gebirge weitere Archive geben soll, welche altes Wissen beherbergen, dass so manche Kultur und manchen Glauben auf der ganzen Welt erschüttern könnte.
Die Gelehrten der Stadt gehören der Skio an, eine Institution welche es schon seit Bestehen der Stadt gibt und sich einzig und allein darum kümmert, altes Wissen zu Bewahren und neues Wissen zu sammeln. Diese Vereinigung wählt auch nach dem Tod einen neuen Skiotar, der dem Skio vorsteht und sich um alle Belange der Stadt kümmert. So ist der Skiotar auch gleichzeitig höchster Richter und kann neue Wissende in die Skio aufnehmen. Derzeit hat das Amt seine Exzellenz Skiotar Alwa Trakus inne, welcher allerdings schon über neunzig Jahre alt ist und das Amt nicht mehr ewig führen wird. Allerdings ist Trakus Geist immer noch wach und von beeindruckender Schärfe, auch wenn sein Körper ihn mitunter dazu zwingt, die Bibliotheken kaum noch zu verlassen. Es gibt natürlich einige Wissende, welche den Trakus gerne beerben würden, denn nur er hat Zugang zu einigen Bereichen der Archive, welche für andere Suchende unter Verschluss sind.
Die Skio machen ihr ganzes Leben nichts anderes als Studieren, wobei auch einige, abenteuerlustige unter ihnen in die Welt hinaus ziehen, um Nostra neues Wissen zu bringen. Diese Kollektoren ziehen unerschrocken durch die Welt um Wissen und alte Geheimnisse zu sammeln und zu archivieren. Sehr beliebt ist hierbei der wilde Kontinent, denn dort gibt es immer noch undenkbar viele Geheimnisse zu ergründen, wobei die Reise dorthin voller Gefahren ist und die Kollektoren sich meist irgendwelchen Händlern oder Glückrittern anschließen. Diese Wissenden sind im Gegensatz zu ihren Brüdern in der Stadt schon nach relativ kurzer Zeit Wildnis erprobt und auch im Kampfe können sie sich ihrer Haut erwehren, was sie für die Skio der Stadt zu Einzelgängern macht, die man mit Argwohn betrachtet.
Um die Skio in der Stadt zu versorgen, leben in den unteren Vierteln und außerhalb der Stadtmauern viele Bauern und auch sehr viele Fischer, welche den Atlhom See befahren. Die Bevölkerung der Stadt lebt hier gut und friedlich, denn seit der Herrschaft des Trias gibt es auch keine Kriege mehr, und auch die Nachbarn der Nostra, die Halblinge gelten nicht als kriegerisches Volk. Der Bildungsgrad ist selbst bei dem einfachen Volk der Stadt recht hoch und die meisten können zumindest lesen oder schreiben. Es ist nicht verwunderlich, dass viele Familien ihre Söhne und Töchter in die Stadt schicken, um in einer der Schulen zu lernen, denn die allgemeinen Schulen sind für Kinder kostenfrei, erst weitere Ausbildungen sind nur reichen Bürgern vorbehalten, denn Wissen ist das Handelsgut von Nostra und die Skio kann gut davon leben.

Auch der Fluss Nemok, welcher aus dem Thael Gebirge, über Nostra bis nach Navalis fließt, wird mit Schiffen befahren, die Waren und auch Besucher nach Nostra bringen. Viele dieser Besucher strömen in die Stadt, weil sie Informationen und Wissen zu irgendeinem, für sie wichtigen Thema benötigen. Selbst Adlige oder Boten von einem der anderen Präfekten kommen hierher, wenn sie etwas von den Skio wissen wollen. Und die Skio leben nicht schlecht davon, denn es wird für jede Information eine großzügige Spende erwartet, die je nach Alter und Brisanz der Informationen sehr hoch ausfallen kann. Der Nemok führt nach Süden durch den Nemus Wald, ein dichter Laubwald, welcher noch von einem weiteren Fluss, dem Thralas durchflossen wird. In diesen Wäldern arbeiten viele Holzfäller, wobei das geschlagene Holz die zwei Flüsse hinunter nach Süden gebracht wird, denn in Navalis liegt eine große Werft, wo Kriegsschiffe der Venari und Handelsschiffe der Mercor gebaut werden. Der Bedarf an Holz ist enorm und auch eine weitere Einnahmequelle der Skio, denn dieser Wald liegt auf ihren Gebiet, und ein nicht kleiner Teil der Einnahmen geht nach Nostra. Die Arbeit der Holzfäller ist nicht ungefährlich, denn es hausen in den tieferen Gebieten des Waldes Kreaturen, die einen Menschen leicht töten können. Riesige Grunbären ziehen durch die Wälder und auch oftmals an die Flüsse, wenn die Fische in der Laichzeit zu tausenden durchs Wasser schwimmen. Ein Rudel Grünwaldwölfe ist ebenfalls eine große Gefahr, wenn sie sich in ihrem Revier gestört fühlen, denn diesen Tieren spricht man ein kluges Wesen zu und sie mögen die Menschen nicht besonders. Noch tiefer Im Wald gibt es riesenhafte Spinnen, welche aber kaum in Flussnähe kommen und oft nur von bösen Mächten dazu aufgescheucht werden, die Siedlungen der Holzfäller anzugreifen. Sollten die Holzfäller allerdings ein Nest der Brokbaum-Ameisen aufscheuchen, wird es sehr gefährlich, denn diese, nur etwa zwei Zentimeter kleinen Ameisen sind höchst aggressiv und ihre Völker sind riesig. Sie besitzen ein sehr wirkungsvolles Gift und einige tausend Tiere können einen Menschen ohne Probleme langsam töten. Der Schwarm dieser Tiere zerlegt dann den getöteten bis auf die Knochen, und das innerhalb von Stunden. Ein Anblick, den niemand je wieder vergessen wird. Das Problem ist hierbei, dass der Brokbaum ein edles Holz hat, welches sehr teuer verkauft werden kann, was schon so manchen Holzfäller das Leben gekostet hat.

Nördlich des Reiches grenzt das Gebiet der Halblinge an Nostra und wird von den bis zu 4000 Meter hohen Gipfeln des Thael-Gebirges begrenzt. Es gibt eine Passstraße über das Gebirge, welche aber im Winter nicht zu passieren ist, so dass man weiter östlich auf gut ausgebauten Straßen nach Norden oder Süden kommen muss. Die Halblinge gelten als Freunde der Nostra, denn auch sie sind dem Wissen nicht abgeneigt und gelten nicht als kriegerisches Volk. Es gibt sogar einige unter Ihnen, die nach Nostra gingen und durch ihren Wissensdurst zu Skio geworden sind und hohes Ansehen unter ihren Brüdern genießen. Viele der Halblinge arbeiten aber auch in den Bibliotheken, denn sie gelten als sehr reinlich, gewissenhaft und fleißig und auch sie scheinen Bücher zu lieben.
Weiter östlich im Reich von Nostra ist das Land karg und nur teilweise bewaldet. Nur wenige Menschen leben hier ein einsames Leben und nur selten findet man ein Dorf oder einen Weiler. Einsame Flüsse durchziehen die Lande und nur südlich am Vetterit-Gebirge gibt es nochmal ein größeres Waldstück, dass niemand bewirtschaftet und ein Rückzugsort ist, für vielerlei Tiere und seltsamer Wesen. Das Vetterit Gebirge selbst misst an seinen höchsten Gipfeln knapp 3000 Meter und durch die südliche Lage liegt nur auf den höchsten Gipfeln in den Wintermonaten Schnee. Das Kalksteingebirge wird von Adlern, Murmeltieren und Steinböcken bewohnt, aber auch der gefürchtete Höhlenbär haust hier und wehe dem, der ihn wecken sollte, wenn er seinen Winterschlaf hält. In diesem Gebirge soll, laut den Legenden ein alter Riese namens Mormur leben, der das ganze Gebirge als sein Eigentum ansieht, welches er selbst geschenkt bekommen habe, wie er stets betont, sollte man ihn treffen und dieses Treffen überleben. Wer oder was dem Riesen das Gebirge geschenkt haben soll, ist niemanden bekannt.
An der Südküste des Reiches Nostra breitet sich die am Meer liegende Sandwüste Hafra aus. Hier lebt nichts, außer vielleicht einige Insekten, oder Sandschlangen, die es gelernt haben in der trockenen Wüste zu überleben. Seefahrer, welche an dieser Küste stranden haben schlechte Karten, wenn sie ihr Schiff nicht wieder flott kriegen. Es gibt keinen Bewuchs, wenn man ab und zu von einigen Kakteen einmal absieht und die nächsten Siedlungen sind weit. Der Wüstenstreifen an der Küste ist zwar recht schmal, es kann aber bis zu 150 km Fußweg vor einem liegen, bis man wieder eine Stelle mit Wasser erreicht und die Wüste Hafra ist erbarmungslos zu jedem, der sie durchqueren will.

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20.12.2018 13:28
#8 RE: Die Menschen antworten

Der Turm der Zauberer

Drohend, wie ein emporgereckter schwarzer Finger, steht der dunkle Turm der Zauberer in den Gebirgsausläufern des Thael-Gebirges nahe der Stadt Nostra. Der gewaltige, gut 150 Meter hohe und am unteren Punkt 50 Meter breite Turm ist uralt und keiner weiß, wer ihn errichtete, oder welchem Zweck er dienen sollte. Es gibt Legenden, dass einst längst vergangene, halbgöttliche Zauberwesen ihn erbaut hätten und andere sagen wieder, Dämonen und Geister hätten ihn geformt und ihre Sphäre hier in der Welt zu manifestieren. Manche Sagen behaupten sogar, die drei Götter hätten den Turm direkt aus dem Berg geschnitten um sich hier ein Domizil zu schaffen. Der Turm verjüngt sich leicht nach oben hin, und seine Außenmauer ist durchzogen von Fenstern, Balkonen und Treppenaufgängen, welche außen am Turm entlangführen. Auch innen scheint niemand die Stockwerke richtig geplant zu haben. Verwirrend angelegte Wendeltreppen verbinden die Stockwerke, größere Hallen wechseln sich mit vielen kleinen Studierzimmern ab und die Wohnbereiche liegen scheinbar überall im Turm verstreut. Es ist leicht sich hier im Gewirr von Treppenaufgängen und Stockwerken zu verlaufen. Im inneren des Turmes riecht es immer muffig, nach alten Büchern, noch älteren Steinen und allerlei alchemistischen Gebräuen, welche die Zauberer anrühren. Dunkle Gestalten begegnen einem in den Gängen, die Kapuzen tief ins bleiche Gesicht gezogen und überall rennen Diener gebeugt umher, um den Zauberern die Dinge zu bringen, nach denen sie verlangen. Ganz oben im Turm, nahe der Sternenkuppel liegen die Räumlichkeiten des Archons, dem Führers der Magier des Turms. Hier oben liegen die größten Geheimnisse der Magier und sicher auch der ganzen Welt verborgen und nur der Archon bestimmt, wem diese Geheimnisse zugänglich sein dürfen. Viele Magier streben nach dem Amt des Archon, doch das Amt wird auf Lebenszeit bestimmt und dieses Gesetz ist den Magiern heilig. Stirbt allerdings der Archon, so entbrennt ein Kampf um die Nachfolge, welche mit allen Mitteln geführt wird und nicht selten den Tod dutzender Magier nach sich zieht. Oft erbebt dann das Gemäuer durch das Wirken von magischer Macht und die Bewohner der Stadt Nostra schauen mit bangen zum finsteren Turm hinüber.
Es sind im Übrigen nicht nur Menschen unter den Zauberern anzutreffen, auch Halblinge, verkommene Elben oder weit gereiste Gnome sind unter dem Magiern zu finden und zählen zu einer verschworenen Gemeinschaft, welche in jahrelangen Studien alter Schriften und Zauber ihr Wissen mehrt. Die Zauberer des Turms kennen keine Rassen- oder Klassenunterschiede, für sie zählt nur einzig und allein ihre magische Stärke und der Willen mehr Wissen zu erlangen.
Die Zauberer des Turms sind gefürchtete Wesen und vor langer Zeit wurden sie gehasst und verfolgt. Erst in den Elbenkriegen griffen sie für die Menschen des Westens und für das göttliche Trias ein und gaben so dem Heer des Reiches Trium die entscheidende Kraft, den Krieg zu gewinnen. Im Grunde aber, war es den Magiern egal, ob das Reich Trium weiterbestehen würde, doch die Bedrohung der Elben, bedrohte auch ihre Unabhängigkeit und die Zauberer waren auch darauf aus, mehr über die Zauber der Elben zu erfahren. Viele Elben wurden damals lebendig gefangen und in den dunklen Turm gebracht und ihre Schreie scheinen heute noch die Gänge des Turmes zu durchdringen, als die Magier versuchten ihnen ihre Geheimnisse zu entreißen. Man sagt, es würden heute noch einige dieser Elben aus den Kriegen dort gefangen sein, mehr Tod als lebendig um den Magiern immer noch für ihre Experimente zu dienen. Die Mithilfe in den Elbenkriegen brachte den Magiern einen gewissen Status im Reich Trium ein. Es besteht seither ein Vertrag, der mit Blut besiegelt wurde. Dieser Vertrag sagt den Magier absolute Unabhängigkeit zu, solange sie die Menschenleben des Reiches achten. Ihre Forschungen werden nicht beschränkt und man versorgt sie mit allem Nötigen zum Leben, wozu viele Bauern im Umfeld des Turmes den Zauberern zugeschrieben wurden. Diese müssen seither Steuern und Lebensmittel an den Turm abführen und da die Angst vor den Magiern im Volk immer noch groß ist, hat bisher noch nie ein Bauer versucht, diese Abgabe nicht zu leisten.
Welche Zauber die Magier des Turms erforschen und wirken, ist dem normalen Volke kaum bekannt. Man sagt, sie könnten Geister beschwören und die Elemente beherrschen. Manche würden den Geist eines Menschen manipulieren und andere nur mit der Kraft ihrer Magie Tote wieder erwecken. Die Magier des Turmes bereisen oft weit entfernte Länder, um ihr Wissen zu mehren und den Turm noch mächtiger zu machen. Um an neues Wissen zu kommen, gehen sie dabei selten zimperlich vor, wenn es darum geht, fremden Völkern ihre Geheimnisse zu entreißen. So sind viele von ihnen auch in den wilden Landen gefürchtet, wobei sie hier nicht vom Reiche Trium geschützt sind und um ihr Leben bangen müssen, sollte einer der Zauberer schon einmal vor Ort gewesen sein.

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20.12.2018 14:53
#9 RE: Die Menschen antworten

Die Stadt Mercor und ihr Umland

Im Süden des Reiches Trium liegt die Stadt Mercor, an der Mündung des Karintha gelegen. Mercor ist die größte Stadt des Reiches und auch die lauteste und bunteste. Das südliche Meer bringt zahlreiche Handelsschiffe in den großen Hafen der Stadt und so ist Mercor das Handelszentrum von Trium und keine Stadt kann mit der Vielfalt dieser Metropole mithalten. Die flachen Gebäude der Stadt sind meist kalkweiß und auch die Paläste der reichen Händler wurden aus weißem Marmor und anderen Steinen errichtet, so dass Mercor im Sonnenlicht glänzt wie ein Diamant. Die Straßen sind stets überfüllt mit Völkern aus aller Welt, es riecht nach Gewürzen aus fernen Landen und das Sprachengewirr lässt einem kaum einzelnen Gespräche heraushören.
Die Waren, welche in der riesigen Hafenanlage abgeladen werden, verfrachtet man vor der Stadt auf Karawanen, welche dann weiter ins Landesinnere reisen und zumeist in Nostra oder Venari landen. Es werden mehr Waren importiert, als exportiert, doch gibt es auch Dinge der westlichem Menschen, welche in den wilden Landen geschätzt werden. Meist handelt es sich dabei um technische Dinge und höher entwickelte Produkte, wie z.B. guter Stahl. Mit den östlichen Menschen herrscht dabei der größte Handelsverkehr, von denen man Papier und auch fein gewebte Stoffe aus Windspinnenseide bezieht. Durch den regen Handel ist Mercor die reichste Stadt des Reiches, und oft tragen Sänften reiche Händler durch die Gassen und auch der Stadtadel lebt in Saus und Braus. Allerdings gibt es auch viel Armut in der Stadt. Vor den Stadtmauern haben sich große Armenviertel gebildet, wo Tagelöhner in verfallenen Hütten hausen und tagsüber niedrige Arbeiten am Hafen verrichten. In keiner Stadt gibt es mehr Bettler und Diese, so dass diese sogar eine eigene Gilde gegründet haben sollen, um von dem ganzen Reichtum der Stadt zu profitieren.
Über der Stadt herrscht der Präfekt, der Mercator Tharin Phekaris, der zu den Reichsten, aber auch den dicksten Menschen der Stadt gehört. Seine gewaltige Körpermaße ist über die Grenzen von Mercor hinaus bekannt und manch einer aus dem gemeinen Volke scherzte schon, der Präfekt würde sein ganzes Gold fressen, um so fett zu werden. Die Macht des Präfekten ist allerdings nicht zu unterschätzen, verfügt er doch über gewaltige finanzielle Mittel und sehr gute Kontakte in der ganzen Welt. Kaum einer ist politisch so gut verknüpft und informiert wie der Mercator Phekaris und manch einer, der ihn ob seines Äußeren unterschätze, bezahlte dies bitterlich mit blanker Münze oder gar dem Tode.
In Mercor wird natürlich auch vom ganzen Volke das Trias verehrt und in zahlreichen Tempeln angebetet. Doch Mercor ist die einzigste Stadt des Reiches, welche zumindest kleine Schreine anderer Gottheiten erlaubt. Viele Reisende kommen aus Ländern, in denen nicht das Trias zur führenden Religion gehört und diese möchten gerne, vor ihrer Reise über die raue See, ihren Göttern huldigen und Opfer bringen. Sie werden als Heiden geduldet, solange keiner versucht, hier seinen Glauben weiter zu verbreiten und Andere zu bekehren. Auf missionarische versuche eigene Götter zu etablieren, oder gar das Errichten eines festen Kultes in der Stadt steht die Todesstrafe, die ohne Gnade vollstreckt wird. Auch wer das Trias lästerlich mit Worten und Taten beschmutzt, muss damit rechnen einen Kopf kürzer gemacht zu werden.

Durch die Stadt fließt der Karintha, welcher aus dem Thera See weit im Norden gespeist wird. Er wird als heiliges Gewässer angesehen, da seine Quelle bei Gosh-Kun liegt, der heiligen Tempelstadt des Trias. Sein Wasser bringt laut den Bewohnern das Leben in die Stadt, denn auch die meisten Lebensmittel, der Bauern aus dem Norden, werden auf langen Flussschiffen in die Stadt gebracht. Entlang des Karintha gibt es viel fruchtbares Land mit zahlreichen Dörfern und Gehöften. Große, schwarze Bromirochsen werden hier gezüchtet, deren Fleisch man in aller Landen schätzt. Ihre charakteristischen, nach vorne gedrehten Hörner sieht man in vielen Gasthöfen an den Wänden hängen, oder als Trinkhörner auf den Tischen. Aber auch Grauwoll-Schafe und Borstenschweine gibt es hier in rauen Mengen.

Reist man weiter östlich des Flusses, so wird das Land deutlich karger, bis die letzten Wälder und Felder schlussendlich einer meilenweiten Ödnis weichen. Hier wachsen nur karge Sträucher und knorrige Bäume und das Land wird kaum von einer Menschenseele bewohnt. Der Fluss Theji fließt hier durch das karge Land und seine Wasser sind braun und schlammig. In der Nähe des Flusses gibt es viele, tückische Moore, doch munkelt man immer wieder von reichen Goldfunden im Bett des Flusses, welche schon viele Glücksritter ins Verderben gestürzt haben. Ein großer Krieg soll diese Lande einst verwüstet haben, der nicht von Menschen geführt wurde und noch heute kann man alte, riesenhafte Ruinen in Hotham entdecken, die meist aber nur Unheil verbergen.

Westlich des Karintha, direkt an der Küste zu den westlichen Meeren liegen die Gobta Wälder, welche zu den berühmtesten Wäldern des Kontinents gehören. Nur hier wachsen die Gobtaborken, Bäume mit einer gelblichen rauen Borke, die bis zu 50 Meter hoch wachsen können. Die Blätter der Gobtaborke sind ebenfalls das ganze Jahr gelblich, bis ins orangene hinein und fast kreisrund. Die Bäume werfen die Blätter niemals ab und so sind diese auch teilweise zu beachtlicher Größe gewachsen. Das Besondere aber an den Borken ist das schneeweiße Holz, welches sich unter der Borke verbirgt und von jedermann im Reich und über die Grenzen hinaus hoch und teuer geschätzt wird. Die Gobta-Wälder waren einst viel größer und die Gier nach dem besonderen Holz hat zahlreiche Holzfäller angelockt, welche den Wald massiv mit ihren Äxten zu Leibe rückten. Nun ist es gefährlich geworden, in den Wäldern Holz zu schlagen, denn der Riese Othogol scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, die Wälder zu schützen. Das sehr alte Wesen lebt tief in den Wäldern und duldet keinerlei Menschen und andere vernunftbegabte Wesen im Wald. Nur sehr wagemutige Holzfäller schlagen das Borkenholz am Waldrand, um dieses dann zu horrenden Preisen verkaufen zu können. Mercor selbst hat versucht, die Wälder auf anderem Gebiet heimisch zu machen, doch bisher will die Gobtaborke nirgendwo sonst wachsen. Der Riese kann zwar nicht das ganze Gebiet bewachen, doch kam es in der Vergangenheit zu sehr tragischen Zwischenfällen. Bemerkt er, dass viel Holz am Waldrand geschlagen wurde, so zieht er aus und nimmt an den umliegenden Dörfern fürchterliche Rache. So hat Mercor selbst nun verboten, in dem Wald Holz zu schlagen, und sollte man dabei erwischt werden, hat man mit der Todesstrafe zu rechnen. Allerdings hält dies keinen adligen davon ab, Möbelstücke oder andere Dinge aus dem begehrten weißen Holz zu erwerben, gelten sie doch als Statussymbol in einem reichen Hause, und der Kauf solcher Dinge ist nicht verboten.
Noch zu erwähnen wäre die Kriegsflotte von Mercor. Die Schiffe begleiten größere Konvois in die wilden Lande, denn die Meere sind voller Korsaren und anderen Gefährlichen Wesen. Auch will der Hafen geschützt sein, so dass immer einige Kriegsschiffe vor dem Hafen und den umliegenden Küsten kreuzen. Die Kämpfer auf den Schiffen stammen meist aus Venari. Die Krieger aus der Stadt der Kämpfer unterhalten in Mercor eine Akademie um Seesoldaten auszubilden. Diese Krieger übernehmen meist auch den Schutz der Stadt zu Lande und bewachen die hohen Stadtmauern Tag und Nacht.

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20.12.2018 15:27
#10 RE: Die Menschen antworten

Gosh-Kun, die heilige Tempelstadt

Südlich am Thera-See gelegen, der auch die Quelle des Karintha bildet, liegt die Tempelstadt Gosh-Kun, welche den drei Göttern geweiht ist. Der Kult des Trias, der drei Götter ist schon tausende Jahre alt, doch wurde er im Laufe der Zeit vergessen und von anderen Götterkulten verdrängt. Dann, vor ca. 800 Jahren lebte das Trias durch die Geburt der drei göttlichen Kinder wieder auf, welche den Konflikt der drei Königreiche beendete und das Reich Trium gründete.
Die Tempelstadt ist aus Attas-Marmor erbaut worden, dessen blaue Farbe der ganzen Stadt ihr charakteristisches Äußeres gibt. Nur die hohen Wehrmauern um den Tempel herum wurden aus Granit gefertigt und der äußere Anblick wird die meisten Pilger erst enttäuschen, wenn sie die Stadt das erste Mal sehen. Doch durchschreitet man das stählerne Tor der Drei, so ist man umso überraschter ob der wunderschönen Architektur, in der immer wieder das Element der drei und neun verbaut wurde. Der bläuliche Marmor glänzt im Sonnenschein in einem schimmernden Licht und die zahlreichen Gomba-Bäume mit ihren schneeweißen, ganzjährigen Blüten lassen jedes Herz eines Gläubigen höher schlagen, denn diese Bäume lassen immer wieder einige ihrer Blätter fallen, so dass man den Eindruck gewinnen könnte, es schneie den ganzen Tag.
Im Zentrum der Tempelstadt liegt der Haupttempel der Stadt, eine Pyramide, deren Spitze aus purem Gold gefertigt wurde. Hier sitzt das Trias, die drei göttlichen Wesen und herrschen über das Land. Keiner darf diese Anlage einfach so betreten und nur hohen Würdenträgern ist es erlaubt, das Trias zu besuchen. Den Pilgern ist der Besucher-Tempel im vorderen Bereich der Stadt geöffnet, wo sie ihre Gebete sprechen dürfen. Nur einmal im Jahr, am Tag der Jahreswende, zeigt sich das Trias dem ganzen Volke, und an diesen Tagen platzt die Tempelstadt aus allen Nähten, will jeder Gläubige doch einmal die drei göttlichen Wesen mit eigenen Augen erblickt haben.
In der Tempelpyramide ist der Tagesablauf streng geregelt. Das Trias ist fast die ganze Zeit in Meditation vertieft und die Priester sagen, in dieser Zeit sind sie mit ihren Göttlichen Vätern verbunden. Neben dem Trias gibt es einen Mann, der als einer der mächtigsten Männer des Reiches gilt. Der Orator Benedar Khorin führt derzeit dieses Amt aus, welches ebenfalls auf Lebenszeit verliehen wird, und das nur vom Trias selbst. Er regelt alle Termine und Audienzen des Trias, was ihm großen Einfluss bei allen Mächtigen des Reiches einbringt.
Da die Präfekten des Landes die meiste Regierungsarbeit des Landes verrichten, wird das Trias meist nur bei großen, wichtigen Entscheidungen angerufen, oder wenn es um besondere Glaubensfragen geht. Die drei göttlichen Wesen reden immer gemeinsam, was oft zu Verwirrung bei einem Zuhörer führen kann. Manchmal reden die drei Wesen gleichzeitig, oder einer fängt einen Satz an, der andere führt ihn weiter und der dritte beendet ihn wieder. Stets scheinen die Drei miteinander in Worten und Gedanken verbunden zu sein und ihre Weisheit wird niemals in Frage gestellt.

Die Religion des Trias betet drei göttliche Wesen an, die niemals eigene Namen bekommen dürfen und auch keine haben. Sie sind ebenso wie die Wesen hier auf der Welt als ein Wesen anzusehen, welches in drei Aspekte gespalten ist. Der Kampf und die Leidenschaft, das Wissen und die Weisheit, sowie die Gier und die List. Den drei Göttern sind jeweils drei brennende Wächter zur Seite gestellt, welche die Aspekte nochmals durchsetzen und vertreten. Es gibt Legenden, wo man einer dieser neun Wächter schon zu Gesicht bekommen haben soll, doch keiner weiß ob diese Geschichten wahr sind. Das weltliche Trias gilt als direktes Sprachrohr der Götter, welche geschickt wurden, um die blutigen Kriege zu beenden und das Reich Trium zu einen. Vor dieser Zeit lebte die Priesterschaft sehr zurückgezogen auf dem Kontinent und wurde gar als Heiden verfolgt, als man noch andere Götter anbetete. Nun haben die Priester in den Tempeln im ganzen Reich ebenfalls große Macht und ihr Wort kann sogar das Wort eines Präfekten überstimmen, wenn es um Glaubensfragen geht.
Bewacht wird die Tempelstadt von Elitekriegern der Venari, welche zu den besten des Volkes gehören. Es ist für jeden der Krieger die größte Ehre, in die Wache der Tempelstadt berufen zu werden, auch wenn der Dienst bedeutet, kaum auf dem Schlachtfeld Ruhm zu erlangen. Die Zeit der Kriege und Konflikte ist hier in Gosh-Kun seit langer Zeit vorbei.
Versorgt wird die Stadt von Händlern, welche über den Fluss Karintha in die Stadt kommen. So kann man hier alles finden, was das Herz begehrt, doch das Trias lebt äußerst spartanisch und Luxus liegt den Drei fern. Auch einige Bauern im Umland und Fischer auf dem Thera-See versorgen die Stadt mit allem Nötigsten. Der Thera See gilt ebenfalls als heilig, sollen die Götter doch selbst aus ihm getrunken haben. Das Wasser ist glasklar und die Berge des Attas-Gebirges speisen den See stets mit neuem, frischem Wasser.
Das derzeitige Trias ist nun schon fast 300 Jahre hier und die meisten Tempelbewohner können sich gar nicht vorstellen, wie es sein wird, wenn die drei göttlichen Wesen sterben. Die Drei sind zwar alt geworden, doch strahlen sie immer noch Frische und Weisheit aus, doch jeder weiß, das bald die Zeit kommen wird, da ein neues Trias geboren werden wird und sich dann vieles verändern kann.

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