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Dieses Thema hat 3 Antworten
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Ragnar Starkardsson Offline




Beiträge: 913

04.10.2018 10:08
Lian Xi - Die Menschen des Ostens antworten

So, hier einmal die einleitenden Worte zu den Menschen des Ostens.
Ich hab hier noch ein paar Details die ich gerne ausarbeiten möchte, daher wird das sicher noch etwas mehr werden. Vor allem die beiden Hauptstädte will ich noch etwas beschreiben. Aber hier erst mal der Anfang :) Ich hoffe es gefällt Euch :

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Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

Mahatma Gandhi

Ragnar Starkardsson Offline




Beiträge: 913

04.10.2018 10:14
#2 RE: Lian Xi - Die Menschen des Ostens antworten

Innmitten des nordöstlichen Meeres liegen die beiden gewundenen Inseln auf denen das Volk der Lain Xin lebt. Einst war dieses Volk nicht nur durch die räumliche Trennung der beiden Inseln gespalten, sondern auch untereinander, was in der langen Vergangenheit dieser Kultur zu vielen Konflikten führte. Zumeist waren die Konflikte auf der unterschiedlichen Verfügbarkeit von Rohstoffen und Nahrungsmitteln begründet, wobei es durchaus immer wieder Ansätze gab einen friedlichen Austausch durch Handel zu etablieren. Leider scheiterte dies zumeist da eine Seite versuchte die andere ungebührend zu übervorteilen und auch die instabile politische Situation begünstigte immer wieder Konflikte. Jede Insel hatte eigene Herrschaftssysteme welche auf kurze oder lange Sicht immer wieder gestürzt wurden oder sich als ungeeignet erwiesen. So gab es Kaiser, Despoten und Könige die sich darin versuchten die Geschicke der jeweiligen Insel zu lenken, doch nie gab es einen Zeitpunkt an dem man von einem geeinten Miteinander der beiden Inselvölker sprechen konnte.

Dies änderte sich in jüngerer Vergangenheit, als die Völker ausgezehrt, hungrig und müde von den ewigen Konflikten derer überdrüssig wurden und der Versuch an ein neues geeintes Herrschaftssystem angegangen wurde. Jenes sollte die beiden Volksgruppen endlich wieder vereinen und beide Inseln in eine fruchtbare und friedliche Zukunft führen.

Vom Volk erwählte Abgesandte trafen sich und etablierten das System der sich liebenden Schlangen. Namentlich war dies angelehnt an die Form der beiden Inseln, von denen Kartographen heraus fanden dass sie in ihrer Form zwei sich aufeinander zu bewegenden Schlangen ähneln. Den Sagen nach würden diese beiden Schlangen sich eines fernen Tages mit den Köpfen berühren und der „Kuss der Schlangen“ würde ein Zeitalter des ewigen Friedens, des Wohlstandes und der überfälligen und vollkommenen Vereinigung der Völker einläuten. Die Gesandten entschieden, dass ein jedes der beiden Volksgruppen einen Vertreter erwählen solle, je einen weiblichen und einen männlichen, und dass diese in einer offiziellen Zeremonie vermählt werden sollten, auf dass die vereinten Vertreter ihre Völker mit Liebe, Rücksicht und Sorgfalt bedenken sollten, wie Eltern es mit Ihren Kindern taten.

Die erste Vermählung der „hohen Eltern“ fand vor ca. 450 Jahren statt. Seitdem gab es zwischen den beiden Inseln keine offene Auseinandersetzungen mehr. Der Handel florierte und die Grenzen zwischen den Völkern verschwanden. Fortan sah man sich als ein geeintes Volk, dessen Herrscher gerecht über alle herrschten und vordergründig die eigenen Interessen zugunsten dem Wohlergehen des Volkes zurückstellten.

Tatsächlich hatte jedoch ein jeder des hohen Elternpaares durchaus noch eigene Interessen. Intrigen, Korruption und Mord gab es auch unter den hohen Eltern und deren Beratern. Nur wurde dies nun im Gegensatz zu früheren Zeiten nicht mehr offen ausgetragen sondern fand im Geheimen statt, so dass das gemeine Volk nichts oder nur selten von den Vorfällen im hohen Elternhaus Kenntnis erlangte. Die geeinte Armee der beiden Inseln unterlag zwar dem gemeinsamen Kommando des hohen Elternpaares, beide hatten jedoch für sich selbst dienende Attentäter und Spione die ausgesandt wurden um politische Gegner zu beschatten, zu diskreditieren oder letztendlich zu töten.

Die hohen Eltern galten zwar als die Herrscher der beiden Inseln, die wirklichen Entscheidungen wurden jedoch innerhalb eines Parlamentes getroffen. Die hohen Eltern hatten hier zwar immer die letzte Stimme, richtete sich diese jedoch vornehmlich nach dem Parlamentsurteil, also den Mehrheitsabstimmungen der Berater. Hier waren es die hohen Eltern die mittels ihrer Assassinen und Spione die Entscheidungen häufig dahingehend beeinflussten so dass es in ihrem eigenen Sinne war und sie ihren persönlichen Nutzen daraus ziehen konnten.

Verstarb eines der beiden hohen Elternteile wurde im Parlament ein neues Elternpaar bestimmt. Vertreter beider Inseln benannten und unterstützten die Kandidaten. Bis zum Amtsantritt des neuen hohen Elternteiles verblieb der „verwitwete“ Elternteil im Amt und durfte in der Zeit zwischen dem Tod es anderen und dem Amtsabtritt nur noch weiße Kleidung tragen, da Weiß auf den Inseln die Farbe der Trauer ist. Trat der verwitwete Elternteil ab ging er in der Regel auf die Insel zurück auf der er geboren wurde und verbrachte dort den Rest seines Lebens als Berater für ein zu besetzendes Amt. Zugriff auf die Ressourcen des hohen Elternhaus bestanden hier nicht mehr. Alleine aus diesem Grund lag es im Interesse des hohen Elternpaares dass dem jeweils anderen ein langes, gesundes Leben beschert war.

Für gewöhnlich wechselte bei jeder Wahl eines hohen Elternpaares das Geschlecht des zu wählenden Vertreters. Wurde im letztem Wahlgang von der Schlange der Morgenröte (östliche Insel) eine hohe Mutter bestimmt, so würde es im nächsten Wahlgang von dort einen hohen Vater geben.

Die beiden Inseln zeichnen sich durch ein mildes Klima aus, in dem Sommer wie Winter selten stark ausfallen. Die warmen Winde die regelmäßig aus dem Süden kommen wehren die kalte Luft aus dem Norden ab und ermöglichen bis auf wenige Wochen des Winters einen nahezu ganzjährigen Ackerbau und Viehzucht. Besonders seien hier die Hanaki-Beeren erwähnt, welche an großen Sträuchern wachsen, etwa die Größe der Faust eines Mannes erreichen und äußerst Nahrhaft sind. Diese wachsen allerdings ausschließlich auf der Insel der Abendröte, da auf dieser der Boden eine anderen Beschaffenheit aufweist als es auf der Insel der Morgenröte der Fall ist. Zwar gab es Versuche die Beere auf der Insel der Morgenröte anzupflanzen, doch scheiterten alle Versuche, denn die Sträucher gingen nach nur kurzer Zeit ein. Hierfür wuchs auf der Insel ein besonders üppiges, widerstandsfähiges und schnellwachsendes Gras das sich hervorragend als Futtermittel für die Kotoga-Rinder eignet. Kotoga-Rinder die mit diesem Gras gefüttert werden zeichnen sich durch einen größeren Wuchs und eine geringere Krankheitsanfälligkeit aus.

Beiden Inseln, bzw. Volksgruppen ist gemein dass die Bürger sich sehr an der Papierkunst erfreuen. Aufwändige Malereien oder Basteleien sind in jedem Haus aller sozialen Schichten zu finden und häufig finden Wettbewerbe statt bei denen z.B. Tausende von Laternen erschaffen werden von denen die schönsten prämiert und zur Verschönerung des hohen Elternhauses dorthin verbracht werden. Dies ist für viele Bürger eine besondere Ehre. Doch auch die Musik ist für viele Bewohner der Schlangeninseln unverzichtbar. Es gilt als hohe Kunst ein Instrument zu beherrschen und auf öffentlichen Anlässen zu spielen. Besonders verbreitet ist die Patan-Flöte, welche aus dem roten Holz des Hanaki-Strauches geschnitzt wird. Da sie günstig in der Herstellung ist und es keiner besonders handwerklichen Fähigkeit bedarf eine Flöte aus dem Holz herzustellen besitzt nahezu jeder Bewohner der Inseln eine solche Flöte.

Der Glaube der Lain Xin beruht nicht auf einem Glauben an Götter wie es in anderen Völkern der Fall ist. Vielmehr glauben sie an eine übergeordnete Kraft die das Weltgefüge zusammenhält und formt. Der gemeine Bürger glaubt, dass wenn sich die beiden Schlangeninseln eines Tages berühren und sich die Schlangen küssen, würde dies ein Zeitalter des ewigen Wohlstandes, des Friedens und der Einigkeit einläuten. Bis dahin, so ist es seit mehreren Jahrhunderten der Glaube, liege es an den Bewohnern der Schlangen diese milde zu stimmen und nicht auf die jeweils andere Schlange zornig werden zu lassen, was „den Kuss“ möglicherweise verhindern würde. Aus diesem Grund wird in der Öffentlichkeit auch nicht negativ über die Bewohner der jeweils anderen Insel gesprochen, sondern man äußerst sich immer wohlwollend über diese, denn niemand möchte Schuld daran sein wenn das Zeitalter der liebenden Schlangen nicht eintritt. Die Lian Xi streben nicht danach die Inseln dauerhaft zu verlassen, denn man fürchtet allgemein dass wenn es zum Kuss der Schlangen kommt, und man zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Rücken der Schlangen weilte, man nicht an dem Zeitalter des Wohlstandes teilhaben wird. Auch lange Reisen an deren Ende eine Rückkehr zu den Schlangen geplant ist werden in der Regel vermieden denn man möchte den Schlangen nicht den Eindruck vermitteln dass man sich nur all zu leicht von ihrem Rücken begibt und diese zurücklässt.
Die Religion der zwei Schlangen wird in einer Vielzahl an kleineren oder größeren Tempeln zelebriert, welche in nahezu jedem Dorf zu finden sind. Meist wird ein Tempel oder Schrein von einem Mönch betreut der gerne alle Fragen zu der Religion beantwortet und Gläubige in Meditationen leitet, damit diese im Geiste Kontakt mit den Schlangen aufnehmen können. In der Meditation bitten die Gläubigen die Schlangen diese am Tag des Kusses nicht zu vergessen und sie berichten was sie seit der letzten Meditation ihren Mitmenschen Gutes getan haben.
Üblicherweise werden Verstorbene in Familien- oder Gemeinschaftsgrüften bestattet. Ihnen werden keine Habseligkeiten als Grabbeigaben beigelegt da sie in der Zeit der Schlangen sowieso über ewigen Wohlstand verfügen werden und sie nur mit dem weltlichen belastet würden.

Zwischen beiden Inseln findet seit dem Herrschaftssystem der hohen Eltern ein reger Handel statt. Schwer beladene Schiffe transportieren Waren des alltäglichen Lebens aber auch Luxusgüter zwischen den Hafenstädten der Inseln. Auf öffentlichen Märkten werden diese dann zum Kauf angeboten und es gilt als unsittlich nicht über die Preise zu handeln. Unterlässt man das handeln vermittelt man den Eindruck es sei einem egal wie die Ware beschaffen sei, was einer Beleidigung an den Händler wie auch dem Hersteller der Ware gleichkommt. Beliebte Handelsgüter sind feine Stoffe die aus dem Faden der Windspinne gewoben werden, hochwertige Werkzeuge aus gutem Metall sowie vielerlei Köstlichkeiten die es auf der jeweiligen Insel nicht aus eigenem Anbau gibt. Selten sind es Gewürze die auf den Inseln gehandelt werden, denn diese wachsen im Gegensatz zu Kräutern oder anderen Pflanzen auf den Schlangeninseln nicht gut.

Die Lian Xi kennen kein Kastensystem. Sicher gibt es viele wohlhabende Bürger, diese grenzen sich jedoch nicht so stark vom Rest der Bevölkerung ab wie es in manch anderen Ländern der Fall sein mag. Vielmehr gilt es auch unter den Wohlhabenden als schicklich sich unter dem gemeinen Volk zu bewegen und einen Teil ihres Wohlstandes mit dem Volk zu teilen. Dies in der Regel aber nicht über Geldgeschenke, sondern eher im Rahmen dessen dass z.B. eine dringende Renovierung einer Schule finanziell unterstützt wird. Wer die finanziellen Möglichkeiten hat möchte gerne dem Beispiel der hohen Eltern folgen und väterlich, bzw. mütterlich wirken, denn durch die hierdurch gewonnene Aufmerksamkeit wachen die Chancen eines Tages vielleicht wirklich in das hohe Elternhaus aufzusteigen. Generell gilt Fürsorge als eine grundlegend gute Tugend im Volk.

Das Militär der Lian Xi fußt auf einer Armee aus vorwiegend Klingenkämpfern, welche in vielen Jahren der Ausbildung eine Vielzahl an Blankwaffen zu beherrschen lernen. Schwere Rüstung ist den Kämpfern nicht geläufig und wird auch nur sehr selten eingesetzt. Vielmehr verlässt man sich auf hohe Beweglichkeit und die Möglichkeit einen Gegner schnell ausmanövrieren zu können. Die Armee der Lian Xi ist nicht für den Angriff, sondern für die Verteidigung der Heimat konzipiert. Daher werden die Kämpfer nicht nur im Umgang mit der Waffe, sondern auch im Umgang mit den geographischen Begebenheiten geschult, so dass sie im Ernstfall die Umgebung genaustens kennen und zu ihrem Vorteil nutzen können. Viele Kämpfer, die aus welchem Grund auch immer aus dem Dienst ausscheiden, verdingen sich hiernach fortan als Reisebegleiter Forschender oder Prospektoren. Die Lian Xi verfügen nur über wenige Kriegsschiffe, die jenen anderer Kulturen wohl auch meist unterlegen wären. Dies bedeutet nicht dass man hilflos gegenüber Invasoren sei. Ein jeder der es bislang versuchte die Schlangeninseln zu erobern scheiterte an dem verbissenen Ehrgeiz und der hohen Kunde der Kämpfer die aus dem verborgenen Angreifer schnell und effizient zurückschlugen.

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Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

Mahatma Gandhi

Borbarad Offline




Beiträge: 520

06.10.2018 13:03
#3 RE: Lian Xi - Die Menschen des Ostens antworten

Finde ich sehr gut. Hab mir schon einige Notizen wegen dem Handel mit den westlichen Menschen gemacht. Das östliche Reich könnte z.B. das gute Papier nach Westen liefern, und auch die Stoff aus der Windspinnen-seide gibt es sicherlich nicht im Westen.

Kaldrim Offline




Beiträge: 546

20.10.2018 04:26
#4 RE: Lian Xi - Die Menschen des Ostens antworten

So, ich hab es endlich geschafft! Sehr kreativ mit den hohen Eltern!

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